Samstag, 30. Mai 2009

69

Die magische Zahl 69, die Zahl, die einem so viel Freude bereiten kann und bei vielen Eltern von uns immer noch die Erinnerung an (grünes) “Gras”, Sex und Rock´n Roll hervorruft, hat mir heute leider kein Glück und Vergnügen gebracht. (dazu später mehr)

Auch in der Fremontstreet kann man sich dieses Jahr unter dem Motto „In the Summer of 69“ noch bis Anfang September in die Vergangenheit zurück versetzen lassen und bei Songs der Beatles, Rolling Stones oder anderen Musikgrößen dieser Zeit Mitgrooven.

Flower Power is back! Bunt bemalte Campingmobile, Hippie-Livebands und beliebte Drinks aus dieser Zeit werden einem in der Fremontstreet geboten. Noch dazu wird alle 30 Minuten die Neonreklame der Casinos abgeschaltet und auf dem „größten Fernseher“ der Welt (besser bekannt als die Fremont Street Experience) wird einem ein dazu passender Themenstream gezeigt.




Sollte Euer Urlaub in Vegas über ein Wochenende gehen und Ihr sowieso vorhabt, Euch die Casinos von Downtown anzuschauen, dann kommt unbedingt an einem Freitag- oder Samstag Abend nach „Old Town“. Kostenlos Parken könnt Ihr für 3 Stunden im Binions, Ihr müsst Euch allerdings alle 60 Minuten das Parkticket beim Casinopersonal abstempeln lassen. Oder Ihr fahrt mit der Buslinie „The Deuce“ vom Strip ab.

Ich spielte heute für $ 210,- mein zweites Turnier in der Binions Classic Serie. In den ersten Blind-Leveln bekam ich sogar, im Gegensatz zum ersten Binions Classic, ab und an mal gute Karten und konnte mich nach der zweiten Pause mit 20k (M=9) Chips zurück an den Tisch setzen. Rund 45 Minuten später meinte ich dann, mich mal wie ein Pro mit einem Move versuchen zu müssen.

Die Blinds waren bei 600/1200 und 100Ante, als UTG2 und MP1 jeweils nur limptem und ich 66 im Cutoff fand. Mit 19300 Chips und einem M von ziemlich genau 6,9 -Ah, da ist ja das Biest von verhexter Zahl -dachte ich mein tightes Image ausnützen zu können und durch mein Allin mal eben den Pot von 5,2k mit nach Hause zu nehmen. Das dumme war nur, das UTG2 mit KK natürlich sofort callte und als das Board keine Hilfe für mich brachte ging ich nach 5h mit leeren Taschen ins Hotelzimmer zurück.

Ich frage mich bei solchen Situationen dann hinterher immer, ob das so (technisch) Richtig war oder ich lieber nur hätte limpen oder folden sollen um eventuell noch im Turnier zu sein. Auf der anderen Seite wäre 15 Minuten später der nächste Blindlevel gekommen und hätte mein M auf ca. 3,5 gedrückt.

Naja, ich schlüpf jetzt in mein buntes Blümchenkleid und dreh mir ne Tüte,

Peace, Euer Sven

Dunkle Wolken über Vegas

Als ich mich heute Morgen erst einmal bei eisiger Kälte, starken Windböen und 20cm Neuschnee durch die Fremontstreet kämpfen musste, hätte ich auf die Zeichen des Herrgotts hören sollen.

Ok, Ok, der Anfang enstspricht so natürlich nicht ganz der Wahrheit. Jedoch hatten wir wohl über Nacht einen größeren Regenschauer, da auch Mittags noch vereinzelt Pfützen auf den Strassen zu sehen waren. Auch gab es heute keinen blauen Himmel und Sonnenschein, sondern eine fast geschlossenen Wolkendecke über Vegas. Trotz alledem waren es wieder mal über 30°C.
Meine heutige Cashgame-Sitzung ließ mir jedoch trotz der Hitze das Blut in den Adern gefrieren, weil es leider um weitere $ 250,- in den Keller ging.
Die 2 Schlüsselhände die diesen Blizzard in meiner Bankroll auslösten waren zum einen:

a) Mein dahin geschmolzener „BB Special“ mit 73o und dem Flop 77T (Rainbow), dem Turn 5x. Als sich der Pot dann schon auf $ 150,- belief, callte ich den Riverbet von $ 50,- um mir mit einem Jx eine geriverte Strasse des Gegners angucken zu müssen.

b) Und zum zweiten bekam meine Bankroll mit meinen zwei gebusteten Ladies (QsQc) einen Gefrierbrand, als ich auf dem 3d, 5d, Ts Flop Allin ging, der Turn zwar eine Blank war, der River jedoch gegen AdQd eine 9d brachte und der gleiche Typ, der mich schon in der anderen Hand gerivert hatte, seinen Nutsflush bekam.

So stehe ich jetzt sprichwörtlich immer noch im Regen und muß sehen, wie Ich mein Minus kompensieren kann.

Daher gibt es jetzt:

Geizkragen Tipp (3)

Ihr habt nach einem langen LV-Tag Abends Lust auf einen karibischen Cuba Libre (für ca. $5,-), einen leckeren Gin-Tonic ($7,-), oder einfach nur auf ein eiskaltes Bier ($3,-) ???
Nur leider hat Eure ansonsten so nette und liebenswerte Reisebegleitung heute den Großteils Eurer Urlaubskasse für Schuhe oder Elektroartikel auf den Kopf gehauen und es reicht gerade noch für ne Cola bei Mc Do. ???

Dann geht einfach ins nächste Casino (wenn möglich in eines der kleineren) und setzt Euch an eine 1 Cent Maschine. Steckt nun eine 1 Dollar Note in die Slotmaschine und wählt Linie 1 mit Bet 1. Dann auf Play drücken und nach einer Weile wieder auf Play. Aber immer schöööön laaaangsam. Nach kurzer Zeit solltet Ihr die Worte “Cocktails???” von einer meist knapp bekleideten Bedienung hören. Jetzt könnt Ihr für Euch und Eure Begleitung (fast) alles an Getränken bestellen was Ihr wollt. (Natürlich immer nur 1 p.P.) Wenn Sie dann von dannen zieht um Eure Bestellung zu holen, den Vorgang mit dem Playknopf nochmals verlangsamen :-)

Ist die Servicefachfrau dann im Anmarsch, könnt Ihr Euch schon mal Überlegen wie Weit Ihr den Bogen mit dem Geizkragendasein spannen wollt, denn:
Ihr könnt jetzt “Thank you” zu Ihr sagen und Sie wieder ziehen lassen oder
Ihr 1 - 2 Dollar Tip geben.

Da Ich selber aus dem Gastgewerbe komme und weiß, daß das Trinkgeld in den USA viel, viel mehr als nur eine Anerkennung ist (Tip ist ein Hauptbestandteil des Lebensunterhaltes für Servicekräfte) empfehle ich von Herzen die Variante 2 mit ca. 1 Dollar Tip pro Getränk.
Selbst mit Tip und Slot sollten Euch die 2 Drinks nicht mehr als $2,50 gekostet haben und mit etwas Glück habt Ihr an der Slotmaschine sogar noch was Gewonnen.

Und nun Prost und nicht das auscashen der restlichen Cents vergessen :-)

Freitag, 29. Mai 2009

Stadel, Strudel, Downtown-Straddle ????

Nach dem ich nun also wegen des WSOP 40k Events mein Turnier im Binions Hotel & Casino verpasst hatte, ging es heute im selbigen zum Cashgame NL 200 Tisch. Ich packte gemütlich meine Utensilien und diversen Glücksbringer aus dem Rucksack aus, kaufte mir Chips und stieg im Cutoff ohne „Post Blind“ (gibt es im Binons Glücklicherweise nicht) an zu spielen.

Ohne eine Hand zu bekommen saß ich dann ein paar Minuten später in der BB und ließ mir meinen gerade servierten Milchkaffee schmecken, bis der Dealer zu mir sagte: „Fold, Call or Raise?“. Ich dachte ja immer, dass ich Pokern könne, denn zu diesem Zeitpunkt hatte weder UTG noch UTG2 und so weiter einen Move gemacht und ich war ja in der BB. Ausserdem gibt’s doch auch noch Check, oder nicht. Der Dealer bemerkte wohl meine Verwirrtheit und sagte dann: „Ist a 6 Dollar Straddle, a Downtown Straddle!“

„A what????“ fragte ich Ihn und meine Augen müssen dabei wohl größer geworden sein, als die einer hübschen japanischen Mangafigur aus dem Comic. „The Button has made a Downtown-Straddle, it´s your turn“, sagte er nochmals zu mir. „Von dem Zeug, was der Dealer heute Abend genommen hat, nehme ich 1kg mit nach Hamburg“ ging es durch mein Hirn. Ich kenne doch die verdamm...... Regeln für einen Live-Straddle. Den kann UTG immer dann machen, bevor die Karten verteilt worden sind und UTG2 ist dann als erster mit der Action dran. Aber Nein, wir sind ja in Vegas und dann auch noch Downtown! Also fügte ich mich bei der dritten Aufforderung des Dealers in mein Schicksal und callte mit 44 weil ich ja eh schon 2$ als BB im Pot hatte.



Aber das Grauen hatte damit immer noch nicht sein Ende gefunden, wir spielen ja schließlich im Binions. Fold, Fold, Fold, usw. Bis der Cutoff auf 26$ raiste (so ein Scherzkeks). Nein, eigentlich Reraiste er, denn der Button hatte ja schon blind auf 6$ erhöht. Ich wartete jetzt auf die Action vom Button, bis der Dealer schon wieder Anfing zu mir zu sagen: „Ist a Downtown Straddle!!!“
Sehe ich denn wirklich so Meschugge aus, als wenn ich kein Englisch oder nichts vom Pokern verstehen würde??? Gedanklich erhöhte ich das vom Dealer zu kaufende Kraut für HH schon auf 2kg.

„Nicht der Button müsse sich entscheiden ob er jetzt mitgeht, sondern ich. So seien bei einem Reraise mit Dow-Str. die Regeln“ klärte mich mein linker Nachbar auf. Da ich für 44 weder die Odds bekam und ich auch tierisch Angst davor hatte, gleich Nackt auf dem Tisch tanzen zu müssen (denn ich weiß ja nicht, was die sonst noch so für Regeln im Binions haben, wenn der Button jetzt wohlmöglich noch mal erhöhen würde) schmieß ich meine Hand weg.

Letztendlich callte der Button die restlichen $20,- um die Hand dann anschließend auf dem Flop aufzugeben.

Und so ging es leider den ganzen Abend weiter. Immer wenn ich in der BB war, machte der (gleiche) Button ein Straddle und den Dealern gefiel es wohl, mir und den anderen Spielern in Michael Buffer Manier (Ansager bei den Maske Boxkämpfen) laut und deutlich zu sagen: „It´s Downtown Straddle Time“



Da ich an diesem Abend keine Hand mehr bekam, um den Button mal meine Meinung zu sagen, ging ich mit $95,- minus aus dem Ring. Jetzt besorg ich mir ´nen Kaffee und einen Apfelstrudel und geh ins Bett.

Technisches K.O. in der 12. Runde

Überblick Cashgame-Bankroll für Vegas 2009 - $260,-

Donnerstag, 28. Mai 2009

Big Sharks – No Fish beim 40k Event

Das am heutigen Tage gestartete 40k Event bot ein buntes Feuerwerk an großen Namen. Das Who is Who der Pokerszene kaufte sich in dieses, einmalig stattfindende, WSOP Jubiläums-Turnier ein. Daniel Negeranu, Doyle Brunson, Scotty Nguyen, Mike Matusow und und und .... waren um 12:00 Uhr angetreten um sich dieses einzigartige Bracelet zu erpokern.



Eröffnet wurde das Turnier von Team Pokerstars Pro Peter Eastgate, dem heute die große Ehre erteilt wurde, als Main Event Gewinner von 2008 sein eigenes Portrait im handlichen Taschenformat von ca. 3 x 4 Metern per Knopfdruck selber zu enthüllen. Damit sind nun die Portraits aller Gewinner des $10.000,- Turniers im Amazon Room komplett. Selbst das Bild von Jamie Gold darf, trotz seiner Prozesse rund ums Main Event 2006, noch ohne Balken über seinen Augen an der großen Ehrenwand hängen.



Ohne Dankesrede und dem doch recht knappen und schüchternen „Shuffle up and Deal“ von Peter, spurtete dieser dann zu seinem Tisch und das Turnier begann. Ich hatte mir ehrlich gesagt doch ein wenig mehr „TamTam“ rund um die Eröffnung des 40k Turnier erhofft, denn im letzten Jahr wurde zum Auftakt der WSOP noch eine Marching Band engagiert und kein geringerer als Altmeister Doyle Brunson gab den Startschuss zur WSOP 2008. Naja, dafür hatten wir ja gestern Phil Hellmuth als Highlight. Der allerdings lässt heute mal wieder (wie sooft bei großen Turnieren) auf sich warten und seine Chips bei SB und BB gehen fröhlich und ohne Gegenwehr an die anderen. Sind ja nur Peanuts im Gegenwert von 40k die da verschenkt werden.

Nette Geschichte am Rande: Scotty Nguyen war, nachdem Ihn ein weiblicher Railbird mit den Worten „You will win it, Baby!!!“ anfeuerte, so von Ihr angetan, dass er mitten im Spiel vom Tisch aufstand um Ihr sein V.I.P.-Armband, sowie seine Startkarte zu schenken und zu Ihr meinte, Sie könne damit heute alles auf der WSOP für Lau bekommen. Thats Vegas, BABY!!!



Vor lauter Begeisterung über all die “Großen” im Rio habe ich dann doch glatt die Zeit verpennt und mein Turnier im Binions läuft leider heute ohne mich. Glücklicherweise hatte ich mich, anders als Phil, noch nicht fürs Turnier registriert. So wird es dann heute Notgedrungen zum Cahgame gehen.

Allgemeine WSOP Tipps


Wichtige Antwort auf eine Frage im Forum: Es darf jeder, ob Spieler oder nicht, bei der WSOP zuschauen. Auch das Fotografieren (ohne Blitz) ist erlaubt und Autogrammwünsche (ausserhalb des Turniersektors) an die Pro´s werden gerne erfüllt.

Am besten kommt Ihr mit einem kostenlosen Shuttlebus, der vom Paris oder Harrahs Hotel abfährt, zum Rio. Abfahrt jeweils zur vollen und halben Stunde.
Oder mit dem Bus 202 (Höhe Caesars Palace) für $1,75. Dieser fährt ca. alle 15 Minuten.
Wer es lieber dekadent mag, der kann natürlich auch per Taxi oder Stretchlimo anreisen.
Wenn Ihr Euch für ein Turnier registrieren wollt, braucht Ihr neben Cash und Ausweis noch eine Players Card von der Harrah´s Gruppe. -siehe Geizkragen Tipp (2)-
Mit der Players Card gibt es im Übrigen auch auf nicht reduzierte Ware einen Rabatt im WSOP Store und in einigen anderen Läden des Rio Casinos. Ich alter Geizi lege die Karte jedoch immer vor, wenn ich etwas im Rio kaufe, denn mehr als Nein sagen können die Verkäufer ja nicht und gebissen hat mich deshalb auch noch keine(r).

Mittwoch, 27. Mai 2009

Lets get ready to rumble

Heute fiel im Rio Hotel & Casino der Startschuss zur 40. WSOP. Als die meisten von uns noch „Quark im Schaufenster“ waren und unsere Eltern sich noch von den anstrengenden 68zigern erholen mussten, legten Doyle Brunson, Johnny Moss und Co. mal eben $10.000 auf den Tisch, um den Weltmeister auszuspielen.

Die WSOP 2009 begann mit dem ersten Tag des, meiner Meinung nach viel zu wenig beachteten, Employees Event. Glücklicher Weise wurde dieses Turnier, wie es jahrelang auch Tradition war, wieder an den Anfang der WSOP gesetzt. Letztes Jahr hingegen mussten die Angestellten der Casinos mitten im Trubel des Main Events Ihren WSOP Sieger ausspielen.

Auch wenn wir hin und wieder über die Dealer schimpfen, so sind Sie doch wesentlicher Bestandteil jedes unserer Pokergames. Oder wollen wir so „Enden“, wie es das Excalibur eingeführt hat? Im Pokerroom vom Excalibur stehen jetzt nur noch Maschinen (siehe Foto.)


Dafür brauche ich nicht ins Casino fahren, sondern kann auch gleich am PC zu Hause sitzen bleiben.

Das Employee Event zählt sicherlich nicht zu den wichtigsten, wie zum Beispiel das Main, 50k Horse oder das neue 40k Event, aber dadurch, dass es wieder „on Top“ des WSOP Schedules gesetzt wurde erhält es vielleicht wieder mehr Aufmerksamkeit. Und gut Pokern können die Jungs und Mädels aus den Casinos und Cardrooms ja nun schließlich auch.

Shuffle up and deal


Mit diesen berühmten 4 Worten ging es dann los und kein geringerer als „I am the best player in the World“ (Zitat) Mr. 11x Bracelet Gewinner Phil Hellmuth eröffnete das Event No. 1 der WSOP 2009.

Vor dem „Shuffle up and deal“ hielten noch der WSOP Commissioner Jeffery Pollack und Turnier Direktor Jack Effel je eine kurze Rede. In dieser wurde unter anderen den Angestellten vom Rio gedankt, ohne die ein solch großes Turnier nicht zu Organisieren sei. Ausdrücklich wurde auch auf die neuen, noch strengeren Regeln hingewiesen, die auch harte Zeitstrafen beinhalten würden. Daraufhin zog sich Phil Hellmuth vor lauter Scham seine Jacke über den Kopf und löste anschließend mit dem Satz: „I Support the rules“ (Ich unterstütze die Regeln) großes Gelächter im Saal aus. Wer öfter mal ESPN guckt, wird sicherlich bemerkt haben, dass vor lauter „Beep Beep“ kaum was von Hellmuth zu hören ist.

WSOP Souvenir Tipp

Im Rio gibt es insgesamt 3 WSOP „Logo“ Souvenir Shops, wovon aber die meisten Spieler nur die 2 teuren kennen werden. Der erste ist beim Hauptausgang zum Parkplatz, der zweite gegenüber vom Amazon Room.

Wem es aber egal ist, ob die WSOP-Kollektion schon vor einem Jahr entworfen wurde oder ob auf dem T-Shirt 2008 oder 2009 steht, der kann mindestens 50% teilweise sogar 70% sparen, wenn er in Shop Nummer 3 geht und dort kauft. Wer sich im Rio nicht auskennt, bitte jetzt was zum mitmeißeln holen. Der 3. Shop (Foto) liegt im 1. Stock des Rio gegenüber der Showbühne von der aus die Masquerade Show gezeigt wird. Da ich ja eigentlich jedes Jahr nach Vegas fliege, kaufe ich mir praktisch meine T-Shirts (fast) immer mit einem Jahr Verzögerung. Daher bitte noch ein paar mit 2008 Sticker für mich übriglassen.

Dienstag, 26. Mai 2009

Mobilitäts-Tipp

Wer nach Vegas kommt, der will zocken, shoppen, sich in einer der vielen Shows berieseln lassen oder auch mal ´ne Tagestour zum Grand Canyon machen. Aber braucht man dafür unbedingt einen (teuren) Mietwagen?

Ich hatte bei meinen Vegasurlauben der letzten das Vergnügen, beide Seiten kennen zu lernen und bin zu dem Fazit gekommen, dass es auch ganz gut (fast) ohne geht.

Natürlich ist es schön, flexibel und unabhängig von den öffentlichen Verkehrmitteln zu sein, wer aber schon mal versucht hat, an einem Freitagabend mit seinem Mietwagen den Strip entlang zu fahren, hat womöglich heute noch mit Langzeitschäden zu kämpfen.

Und da die Kiste eh die meiste Zeit des Urlaubs in der Hotelgarage steht, empfehle ich Euch Bus und Monorail zu nutzten. Bei längeren Urlauben kann es dann zwischendurch auch mal ein Mietwagen sein. Schließlich will Eure Begleitung als Ausgleich für Eure durchzechten Pokernächte auch mal eines der Outlett Malls leer kaufen oder Ihr müsst wieder unbedingt die 10 neuesten Spiele für die Playstation haben und dann viel Spaß beim tragen und Bus fahren J

Bei langen Aufenthalten lohnt sich ein 30 Tagekarte, mit der Du alle Busse so oft benutzen kannst wie Du willst, für $ 55,- oder eine 3 Tageskarte für $ 15,- (www.rtcsnv.com)

Die Monorail ist zwar nett anzuschauen, hat aber den großen Nachteil, dass die Planer und Erbauer sehr, sehr eng mit den Casinobesitzern zusammen gearbeitet haben müssen. Die Stationen liegen nämlich fast alle hinter den Casinos und man läuft sich einen Wolf, bis man da ist. Außerdem fährt die Monorail nur zwischen dem MGM und Sahara.
Zudem ist Sie auch nicht ganz so günstig: Kosten für ein Tagesticket $ 12,- / 3 Tage $ 28,- (Da war wohl ein Einstein bei der Preisgestaltung mit dabei) (www.lvmonorail.com)

Die günstigsten Preise für Mietwagen fand ich bis jetzt immer bei Billiger-mietwagen.de. Beim Preisvergleich unbedingt immer darauf achten, das die Vollkasko ohne Selbstbeteiligung inklusive ist und das keine Gebühr für die Übernahme am Airport erhoben wird. Falls Ihr Euch beim Fahren abwechseln wollt, sollte auch der Zweitfahrer inkludiert sein, sonst kostet es ca $ 5,- extra und zwar pro Tag. Zur Zeit kostet 1 Woche TüffTüff ca. 140,- €

Kostenlos, aber auch wieder mal nur mit einen Tagesfussmarsch durchs Casino zu erreichen sind die Monorails zwischen dem Mandalay Bay/Luxor/Excalibur, sowie zwischen dem Mirage und Treasure Island.

Ebenfalls für Lau gibt es einen Shuttlebus vom Rio zu den Hotels Caesars, Paris, Bally`s und Imperial Palace. Und das nicht nur zur WSOP, sondern ganzjährig.

Yes, we can !!!

Wer ein Fetisch für Uniformen an zumeist knackigen und durchtrainierten Frauen und/oder Männern hat, wäre heute in LV genau am richtigen Ort gewesen. Fast der ganze Strip war voll von Polizei-, FBI- und CIA Beamten in hübschen „Kostümen“ aller Farben und Formen.

Grund dafür war, dass Mr. President Barack Obama Las Vegas die Ehre gab, Ihn begrüßen zu dürfen. Dies hatte zur Folge, dass viele Straßen gesperrt waren und rund um das Caesars Palace Hotel ein Verkehrchaos herrschte.
Eigentlich ist es schon verwunderlich das sich Obama nach Las Vegas traute, wetterte er doch noch vor ein paar Wochen, dass die Firmen die wegen der Weltwirtschaftskrise staatliche Hilfe in Anspruch nahmen, Ihren Hauptstandort nicht mehr in Sin City haben dürften.

Da ich, warum auch immer, von Hernn Obama nicht zum Staatsempfang eingeladen wurde, konzentrierte ich mich wieder aufs Pokern.
Und das mit dem konzentrieren nahm ich diesmal, im Gegensatz zum $55,- sehr wörtlich und Ernst. Ausgestattet mit iPod, Kopfhörern, Sonnenbrille und warmer Jacke (ziemlich kalt im Binions) ging es an den Turniertisch. Zudem legte ich mir noch (wie ein kleiner Schuljunge) einen Zettel mit den Blindstufen neben meine Chips :-) Wollte ja nicht wieder so ein böses erwachen haben, weil ich das Level Up verpenne.
Trotz aller zusätzlichen Accessoires und meines wesentlich besseren, nicht ganz so tightem Spiels, reichte es nur zum 43. Platz. Vor 2 Tagen noch der schläfrige Donkey und Platz 4, heute gut gespielt und unter ferner liefen. That´s Poker, Baby

Im übrigen hatte ich heute eine ganze Zeitlang das "Vergnügen" gegen/mit Susie Isaacs zu spielen. Sie kann 2 WSOP Bracelets Ihr Eigen nennen und ist vor ein paar Jahren in die Women's Poker Hall of Fame aufgenommen worden. Famos war allerdings weniger Ihr Spiel, als denn Ihr ausscheiden bzw. Ihre anschließende „Phil Hellmuth Imitation“.

Zu Ihrer Hand bei Blinds 400/800 mit 100 Ante:
UTG raist auf 3100
Isaacs geht in MP mit ca. 15k Allin
SB geht mit 13k ebenfalls Allin, voraufhin der original UTG Raiser foldete.

SB zeigt Ako vs Isaacs TT . Bei einem Board von 9 3 7 K x ging der Pot zu SB.
UTG meinte anschließend noch nur deshalb gefoldet zu haben, weil SB auch Allin ging und er bei Ihm KK oder AA vermutete. Er selber hätte QQ gehabt.

Was UTG gehabt hat und das dieser ja das Allin von Isaacs gecallt hätte, wenn SB nicht......, war Mrs. Bracelet ziemlich egal. Sie schimpfte und (ver)fluchte die SB wie eine wilde Katze, um dann fauchend in der nächsten Hand mit einem Not Allin auszuscheiden.

Ich glaube Sie war schon im Auto auf dem Strip in Höhe vom Mirage unterwegs, da hörte man Sie im Binions immer noch fluchen.
Verstehen kann ich Sie ja schon, weil wohl kaum einer von uns mit AK nach Raise und Reraise Allin auch Allin geht, aber muß eine Lady so eine Show abziehen ???


Mein kurzes WarmUp Cashgame vor dem Turnier ist schnell erzählt: minus $15,-

Yes we can !
Ich heute leider nicht, da hätten auch keine kleinen, blauen Pillen geholfen! Fürs Pokern natürlich !!!

Hawaii und die Fischer

Ist es nicht herrlich auf einer Bambusliege am blauen Strand von Hawaii zu liegen? Eine gebräunte Schönheit haucht einem frische Luft mit einem Palmwedel zu, der eiskalte Cocktail hat eine Note von Cocosmilch und Ananassaft und die kleinen, edlen Häppchen sind frisch zubereitet!

Die Sache hat nur einen Haken! In 10m Entfernung werden Pfeiler fürs neue Hotel in den Sand getrieben, 15 Kinder spielen mit Rasseln und Tröten Songs von AC/DC nach und Deine Frau kreischt schon seit 2h in Ihr Hände, weil Ihre Freundin am anderen Ende eine Ohrenentzündung hat und fast nichts verstehen kann.

Was das alles mit LV und Pokern zu tun hat?

Nunja, ich war heute im Binions zum Cashgame und mußte leider etwas vergleichbares Erleben. An meinem NL Fullringtisch saßen 5 wirklich schlechte Spieler, 2 “normale” und 2 Haie (und natürlich Ich :-). Ich konnte gar nicht so schnell gucken und mitzählen, wie oft die Fische an Ihren Hintern griffen, um aus Ihrer Geldbörse Nachschub an $$$ auf den Tisch zu legen. Nur leider wanderte davon kein Cent zu mir, sondern entweder zu einem der anderen Fische, spätesdens danach aber zu einem der anderen Vier. Da ich in 4h und 18min (im Binions wirst Du “getrackt”, da es pro Stunde Livegame $2,- an Rakeback in Form von Gutscheinen gibt) so tolle Karten wie K2, 94, J3 etc. hatte, bekam ich von dem Kuchen nichts ab. Im Gegenteil :-( Ich hatte in der gesamten Spielzeit 3 spielbare Hände und diese auch Aufgrund der ganzen Limper mit ca. $15,- recht hoch Preflop geraist. Das Ergebnis jedoch war, daß trotzdem fast alle das Raise bezahlten und bei ordentlich Overcards auf dem Flop mein Geld dann bei den anderen landete. Die “Haie” aber fischten mit Ihren großen Netzen und guten Karten wie die Weltmeister und finanzierten sich bestimmt Ihren Urlaub damit. Leider auch mit $150,- von mir, so daß vom Turniergewinn von Gestern noch ganze 8 Dollar übrig bleiben.

Normalerweise träumt ja jeder gute Pokerspieler in der Nacht vor einem Cashgame von Fischschwärmen und wird schon ganz unruhig wenn er morgens aufwacht und ans bevorstehende Festmahl denkt. Aber bitte lieber Pokergott, der Abend sollte dann doch, in so einer Konstellation, mit wenigstens einer Handvoll GEWONNENER Hände zu Ende gehen.

Und auf einmal hörte ich eine tiefe, dunkle Stimme:

Longrun, Sven, Longrun !!!

Na dann Gute Nacht

Montag, 25. Mai 2009

Warm Up mit Erfolg

Am Sonntag ging es nun endlich nach den ganzen Shoppingtouren zum Wesentlichen. !!! Pokern !!!

Ich meldete mich für das 20:00 Uhr, $55,- Turnier im Binions an, ohne mich vorher zu informieren, wie die Blindstruktur aussieht. Und das ist leider ein Fehler, denn man sollte schon wissen nach wieviel Minuten und in welchen Sprüngen sich die Blinds erhöhen. Zumal ich ein sehr tighter Turnierspieler bin, der seine "Gesäßbacken" oftmals so sehr zusammen kneift, daß ich eigentlich gar keine Falten am Hintern bekommen dürfte

Und bei diesem Turnier fiel ich in den ersten 60-70 Minuten in ein so extremes Dauer-Folding, daß ich schon vorhatte, mal bei einem Gentest prüfen zu lassen, ob sich Spuren von Dan Harrington oder/und Tom McEvoy bei mir finden lassen. Ich will mich um Himmels nicht mit zwei WSOP Main Event Weltmeistern vergleichen, aber wenn man so lange nicht eine einzige Hand spielt, kommt einem da schon so der Gedanke wo sich denn die eigene Mutter Ende der 60er Jahre rumgetrieben hat

Ich war sogar so träge, daß ich nach 80 Minuten nicht merkte, daß die Blinds schon bei 300/600 waren und ich anstatt eines gedachten M´s von 5-6 auf einmal nur noch ein reelles M von 2,5 hatte. Und dann klingelten auf einaml ALARMGLOCKEN in meinen müden Hirn, als wenn mir einer einen Eimer Eiswasser über den Kopf geschüttet hätte.

Die nächsten 4 Hände in original Reihenfolge sahen dann daraufhin wie folgt aus:
Chips 2100, Allin mit Any Two - kein Call
Chips 3000, Allin mit Any Two - kein Call
Chips 3900, Allin mit 10,10 - zwei Caller mit A9 und 66 - Gewonnen
Chips 12k, In BB mit 33 callte ich dann ein Allin für 3k gegen 77 - Verloren, aber 9k in der Hinterhand

ca. 3 Hände später fand ich AK und konnte mich bei einem KJx Flop gegen QJ nochmals verdoppeln und hatte innerhalb von 15 Minuten anstatt 2100 knapp 20k.

Mit den 20k ließ es sich dann ganz ordentlich spielen und ich erreichte nach ca. 3h den FT. Geld gab es aber erst ab Platz 6.
Als Vierter war dann bei mir Feierabend. Mit 30k und Blinds 5k/10k versuchte ich in SB mit Any Two den BB zu stehlen und
lief gegen KK. Mit dem Rest von 9k konnte in der nächsten Hand die BB ja nicht mehr folden und ich schied mit Q9 gegen 63 aus.

Sicherlich gehört neben Skill und Glück auch Geduld zu den Tugenden beim Pokern, aber so einen Schrott habe ich schon lange nicht mehr gespielt. Vielleicht mag es an der Umstellung vom Online- zu Livepokern kommen, aber ich sollte mittlerweile schon genug Erfahrung haben um damit zurecht zu kommem. Auf der anderen Seite weiß ich vom Tauchen, daß der erste Tauchgang im Urlaub immer etwas "Stotterisch" ist, obwohl ich schon über 300 Tauchgänge habe. Naja, man lernt bei JEDEM Turnier etwas dazu. Sollte ich allerdings so unkonzentriet weiterspielen und noch nicht mal merken das der nette Turnierdirektor die Blinds erhöht hat, sehe ich eher schwarz für die Binions Classic und WSOP.
Heute wird Cashgame gespielt und am Dienstag geht dann die 3rd Binions Poker Classic los.

Fazit
52 Teilnehmer, BuyIn $55,-, 4. Platz = Preisgeld $225,- minus $10,- Tip für die Dealer = $160,- Netto
Turnier-Bankroll für Vegas 2009: $4500,- + $160,- = $4660,- (+160,-)

Geizkragen Tipp (2)


Ihr habt Eure Bankroll auf den Kopf gehauen, nichts mehr zum anziehen und keine Geschenke für die Oma ???
Kein Problem ! JEDES Casino in Vegas hat einen "Players Club" bei dem man gegen Vorlage eines ID´s eine Art Rakebackkarte im Scheckkartenformat bekommt. Mit dieser sammelt man dann Punkte bei den Slotmaschines und teilweise bei Casino Livegames.

Da ALLE Casinos nur Euer bestes wollen, nämlich Eure $$$, locken Euch die Casinos mit Welcome Geschenken in Form von T-Shirts, Kaffeebechern, Schlüsselanhängern oder "Free Slot Play", wenn Ihr Euch das erste mal registrieren lasst.

Viele, meist die kleineren Casinos, geben einem die Goodies einfach so in die Hand und fordern keine weiteren Bedingungen daran. Andere wollen das Ihr ein paar Punkte erspielt (gut zu machen an 1 Cent Maschinen, wenn man 5,10 oder 15 Linien spielt), um an die Geschenke zu kommen.

Wenn Ihr sowieso vorhabt mal einen Tag am Strip oder in Downtown durch die Casinos zu bummeln, lohnt es sich auf jeden Fall bei den Player Club´s vorbei zu schauen. Dann aber Perso nicht vergessen !!!

So konnte ich mir schon einige Male ersparen, mein dreckiges T-Shirt vom Vortag nochmal anzuziehen und Oma freute sich RIESIG über den Schlüsselanhänger von Vegas

Shoppen statt Poppen

Hallo Bloggis,

sorry wegen der Überschrift, aber mir wurde von guten Freunden erzählt, das gerade (nennen wir Sie mal “unausgeglichene” Menschen) in so einer Phase gerne “Kreditkartenbusting” mit der Platin Amexkreditkarte des Partners spielen. Und das werde ich jetzt mit meiner billigen Prepaid Mastercard von Neteller machen. Werde schon ganz rot vor lauter Scham :-)

Also, die Nacht war für mich schon um 6:00 Uhr zu Ende (Dank an den Jetleg) Für Las Vegas eigentlich irrelevant, wenn ich mir nicht vorgenommen hätte am Samstag eine Shoppingtour zu machen und natürlich um diese Zeit noch keine normalen Geschäfte aufhaben. So ging es nach dem Duschen und dem Frühstück erst einmal an die 1 Cent Slotmaschines. Die sind schön bunt, machen lustige Musik und zum Zeitvertreib ohne grosses finanzielles Risiko genau das Richtige.

So gegen 9:00 Uhr holte ich mir dann beim Busterminal eine 30 Tage Monatskarte für $55,- und eine Transitmap mit allen Buslinien von Vegas. Denn wie heisst es so schön: ”Django zahlt nie, Django hat ne Monatskarte!” oder so ähnlich Ab damit in den Bus und beim Elektrowarenhaus BestBuy eine Prepaid Händekarte besorgt. Somit bin ich jetzt von den deutschen D oder E Netzen und anderen Mobilfunkfirmen unabhängig und muss nicht die teuren Auslandstarife zahlen. Dazu aber später mehr bei den Tipps. Weiter ging es zum Lebensmitteldiscounter Albertsons, wo ich mich mit Frühstücksartikeln, wie Wurst, Käse, Butter etc. für meine Kühltasche eindeckte (sorry, ich bin ein kleiner Erbsenzähler und gönne dem Hotel (meist) nicht das Geld für ein wenig Frühstück, , sowie einem elektrischem Raumlufterfrischer von der Firma AirWick Namens Flameless Candle. Das Ding flackert wie eine Kerze und verströmt den lieblichen Duft von Vanille. Ich hatte zwar ein Nichtraucherzimmer gebucht, aber ein wenig müffelt es doch im Zimmer und da wirkt so eine Duftmaschine doch Wunder. Nach einem ausgiebigen, ca 2h langen Bummel über den Strip, sagte mir mein Rücken, daß es vielleicht schlauer gewesen wäre den Tag in umgekehrter Reihenfolge anzugehen. Denn schliesslich hatte ich den ganzen eingekauften Plunder in meinem Rucksack zu schleppen. Kapitulation und zurück nach Downtown, wo ich nach einem Buffetbesuch im Hotel Plaza schon wieder müde und kaputt vorm TV einschlief.

Am Sonntagmorgen merkte ich dann an meinem Gesicht, das LV wirklich in der Wüste von Nevada liegt. Meine Rübe war Rot und ein wenig schmerzempfindlich. Naja, das passt dann ja zur Überschrift. Beim nächsten Stripbummel sollte ich es vielleicht mal mit Sonnencreme versuchen.

Ich begann den Sonntag dann, wie ich den Samstag beendet hatte. Mit Powershopping. Dazu fuhr ich ins Las Vegas Premium Outlett und deckte mich mit ein paar Klamotten ein. Zurück im Hotel (es ist jetzt 17:00 Uhr), fällt mir wieder siedend heiß ein, daß ich ja eigentlich zum Pokern hier bin, bis jetzt aber nicht eine einzige Karte gesehen habe. Also wird sich jetzt frisch gemacht und um Acht geht es zum ersten kleineren $55,- Turnier ins Binions.

In diesem Sinne,
Gut Blatt und Gruß
Sven


Telefonierspartipps bei Heimweh

Wer ohne heimatliche Anrufe nicht auskommt oder auf sein Handy nicht verzichten will, dem empfehle ich eine Prepaid Handykarte (mit eigener amerikanischen Nummer) von O2 über die Firma BestBuy.

Die Karte kostet $9,99 wovon zur Zeit $7,- sofort als Guthaben zum telefonieren verwendet werden können. Ca. 1h Stunde nach Aktivirung der Karte kann man loslegen.

Und der Knaller ist, daß Auslandsgespräche in ca 50 Länder dieser Erde (natürlich auch nach D) fast kostenlos sind. Man wählt sich über eine Festnetznummer zu O2 ein und gibt dann der Computerstimme die gewünschte Rufnummer an.

Dieser Anruf kostet dann 14 Cent die Minute.
Anrufe aus D auf das Handy kosten auch 14 Cent die Minute (in den USA muß man auch zahlen, wenn man angerufen wird) und eine SMS nach D 10 Cent.

Sonntag, 24. Mai 2009

Gelandet und Geschlaucht

Hallo liebe Leser !!!

Zunächst einmal vielen, lieben Dank für die netten Reaktionen auf meinen Blog. Da schreibt es sich doch gleich viel leichter

Wie ich schon im Prolog schrieb, werde ich versuchen eine gute Mischung aus Tipps und Erlebnisberichten aus/von Las Vegas zu schreiben. Für diejenigen, für die die Tipps nicht ganz so wichtig sind, bitte einfach überfliegen

Flug und Ankunft in Vegas

Am Freitag ging es also endlich los: Von Hamburg über Zürich und Los Angeles mit der Swiss Air in "nur" knapp 24 Stunden (von der Haustür bis zur Hoteltür) in die Sin City. Glücklicherweise konnte ich mit meinen gesammelten Flugmeilen ein Business Ticket einlösen. Und mit diesem "Rakeback" flog es sich natürlich recht entspannt und ließ auch schlaf im sonst so engen Flieger zu. Ok, ein paar Gläser Wein und ein Grappa im Flieger verfehlten natürlich auch nicht Ihren Zweck

Am Kofferlaufband im Airport von Vegas mußte ich dann leider erstmal "Murphys Gesetz" über mich ergehen lassen. Als bestimmt schon fast alle Passagiere meiner Maschine an der Hotelbar Sekt schlürften, kam dann doch noch endlich und natürlich ziemlich als letzter, mein Koffer in Sichtweite. Den geschnappt und schnell raus zum Bus, ging es dann ins "Golden Gate Hotel und Casino" in Downtown Las Vegas. Mein Hotel für die nächsten 2 Wochen, danach wird gewechselt.

Nach einem wirklich sehr kurzem Rundgang über die Fremont Street konnte ich gerade noch meine Sachen in die Schränke räumen, bis ich dann bei voller Beleuchtung und laufenden Fernseher so gegen 00:00 Uhr ins Koma fiel

C U Morgen


Hotel-"Finde"-Tipps

Die besten Seiten um günstige Hotels in Vegas zu finden sind meiner Meinung nach:

Booking.com
Hotels.com
i4vegas.com

Auf diesen 3 Seiten empfehle ich die Darstellung des Hotelpreises in $$$. Und falls der Browser nach der Ländereinstellung fragen sollte: USA und nicht D anklicken. Das kann sich beim jetzigen guten Dollarkurs rechnen, da die Europreise zum Teil erheblich höher sind. Beim Preisvergleich auch unbeding darauf achten, ob die Steuer schon inklusive ist, sonst kommen noch mal ca. 10% obendrauf. Bei Hotels.com ist Sie in den meistern Fällen schon mit drin, bei den anderen 2 nicht.

Und ACHTUNG: Einige Hotels (wie z.B. das Luxor oder Sahara) erheben seit kurzem eine "Resortgebühr" die nochmal on Top kommt. Damit sieht der Nettopreis zum Teil sehr verlockend aus, aber beim addieren von Tax und Gebühr kommt dann das große Aha-Erlebnis.

Wer lieber direkt beim Hotel buchen möchte, sollte sich die Seite von

fatwallet.com/forums/travel-deals


mal anschauen. Unter der Rubrik "Las Vegas Hotel Promos" findet man fast alle aktuellen Hotel Specias von Las Vegas.

Hotelbewertungen gibt es bei:

tripadvisor.com


Auch hier würde ich die englische Version wählen. Es reisen und bewerten doch einfach mehr Amis als wir

Zu guter letzt der erste von hoffentlichen vielen

Geizkragen Tipp (1)


Man kann sich mit dem Taxi vom Airport zum Hotel chauvieren lassen (zu einem Downtownhotel ca 20-25 $),

mit einm Hotelshuttlebus für ca. 8$ fahren (der sammelt aber erst einmal soviele Gäste ein, bis er voll ist und wenn man Pech hat, dauert das seine Zeit und wenn man dazu auch noch kein Glück hat, ist das gebuchte Hotel das letzte was er anfährt

oder man fährt mit dem öffentlichen Bus (CAT bzw RTC) für exakte $1,75 (Fahrer hat kein Wechselgeld, nimmt zur Not aber auch gerne 2 ein Dollar Noten) mit der Linie 108 oder 109 Richtung Downtown Transportation Center (DTC) und geht dann noch ca. 5-10 Minuten zu Fuß zum Downtown Hotel.
Sollte man aber nur machen, wenn man neben dem Handgebäck nur noch einen Koffer dabei hat, da der Bus kein klassischer Airportbus mit Kofferfächern ist und es mit 2 oder mehr Koffern pro Person doch recht eng wird.

Donnerstag, 21. Mai 2009

8 Wochen Las Vegas als Antidepressivum

Hallo liebe Blogleser !!!

Ich habe doch lange mit mir gerungen, ob ich einen Blog schreiben sollte oder nicht. Aber dann dachte ich mir: “Vielleicht kann ich mit meinem Blog ja ein paar Lesern nützliche Tipps geben. Zum einen natürlich Pokertechnisch, aber auch was das Reisen nach Las Vegas betrifft und eventuell sogar in emotionaler Hinsicht.”
Warum der Blog so heißt wie er heißt möchte ich kurz erläutern:

Zu Meiner Person
Ich heisse Sven, wohne in Norderstedt bei Hamburg und bin 40 Jahre alt.
Das Jahr 2008 war für mich leider ein “Rabenschwarzes” wie es sonst nur in schlechten Büchern steht. Ich hatte eine Steuerprüfung in meinem Betrieb, die mich finanziell in den Keller hat fallen lassen. Ich mußte meine Firma nach 12 Jahren Selbstständigkeit aufgrund von roten Zahlen aufgeben und zu “guter” letzt verließ mich auch noch meine Frau. Wenn man da nicht Depressiv wird, muß man schon ein sehr, sehr ausgeglichender Mensch sein. Achja und Vierzig Jahre alt wurde ich zu allem Übel auch noch Zur Zeit ernähre ich mich von einem 400,- Euro Minijob, Wohngeld und Onlinepokern.

Meine Poker”karriere”

Angefangen und gelernt habe ich das Pokern in den 90ziger Jahren in Las Vegas. Zu dieser Zeit wurde aber in den Casinos fast ausschließlich 7Card-Stud angeboten. Zu Holdem und zum Onlinepokern wechselte ich dann 2005. Los ging es mit 1c/2c Fix-Limit Holdem. Heute springe ich zwischen NL 100 und NL 200 hin und her.
Seit 2006 spiele ich bei der WSOP mit, allerdings nur kleinere Side-Events und in 2008 konnte ich dann das erste mal eine WSOP Cashplatzierung erreichen.

Meine Planung für Las Vegas 2009

Nach so einem bescheidenen Jahr wie ich es 2008 erleben mußte, gehen bestimmt einige Menschen den Jacobsweg in Spanien entlang, in den Dschungel oder machen sonst was für Sachen um sich abzulenken und aus einer eventuellen Depression heraus zu kommen.
Ich habe mich im Februar 2009 dazu entschieden, 8 Wochen in Las Vegas zu verbringen. Ich werde auf jeden Fall das PL 1500 bei der WSOP spielen, ca 20 Turniere im Binions bei der Binions Poker Classic, sowie Cashgame NL 200.
Los geht es am 22. Mai (also fast gleich bis zum 17. Juli 2009. Solltet Ihr in diesem Zeitraum zufällig in Vegas sein und Lust auf ein Treffen haben, um über dies oder das zu quatschen, dann gerne PM an mich oder einfach hier im Blog posten.

Neben Tipps, wie man günstig in Las Vegas leben kann (Hotel, Essen, Trinken, Einkaufen etc.), werde ich natürlich auch über meine Turnierserie und mein Cashgamespiel berichten.

Ziele
Eine ITM Platzierung bei der WSOP und ein FT im Binions und ich wäre zufrieden. Na gut, insgeheim hoffe ich natürlich auf einen FT bei der WSOP und einem Turniersieg im Binions, aber man soll sich seine Ziele ja nicht gleich am Fahnenstangenende setzten.

Nun gehts aber los ans Koffer packen (In 9h geht mein Flieger). Es würde mich freuen wenn Ihr öfter mal vorbeischaut und Euch mein Blog gefällt. Ich melde mich dann aus Las Vegas wieder.

C U Later