Freitag, 31. Juli 2009

Glück und Traurigkeit...

...liegen manchmal doch sehr nah beieinander. Das musste ich heute leider (wieder einmal) feststellen.

Mein "Rückflieger" mit Zwischenstop in der schönen Schweiz


Mein Rückflug von L.A. war sehr angenehm und entspannt. Naja, sicherlich auch kein Wunder bei einigen Gin Tonic´s, sehr leckerem Wein zum Essen und einem guten Grappa zum Abschluss Auch der Anschlussflug von Zürich nach Hamburg verlief ohne Probleme.

Doch zu Hause angekommen, änderte sich leider meine Laune von „Glücklich, nach 10 Wochen wieder in Norderstedt zu sein“ in eine tiefe Traurigkeit. Denn schließlich war es das erste Mal nach 16 Jahren, das ich nach einem Urlaub, der zudem auch noch übernatürlich lang war, wieder zurück in meine Wohnung ging, ohne das mir jemand die Tür öffnete und sich über meine Rückkehr freute.


Zudem fehlten, wie es allerdings vorher mit meiner zukünftigen Ex-Frau abgesprochen war, einige Bilder an der Wand und im Bücher- und CD-Regal klafften große Lücken. Auch wenn ich vorher schon wusste, dass mich so ein Anblick erwarten würde, lag doch auch hier Theorie und Praxis sehr weit auseinander. Die schwarzen Streifen an der Wand, hinterlassen von den Bildern die da mal hingen, ließen meine Laune dann vollends in den Keller sacken und es mussten einige Zellstofftaschentücher Ihr Leben lassen um meine Tränen zu trocknen. Doch nach diesem Gefühlsausbruch ging es mir schon viel besser und ich bin froh, dass ich anders als in den Jahren zuvor, jetzt in der Lage bin meine Gefühle auszuleben und erkannt habe, dass ich mich dessen nicht zu schämen brauche.

Da mich weder ein Floh, noch eine gute Fee trösteten , versuchte ich dann so gegen 5:00 Uhr morgens ein paar Stunden Schlaf zu finden und ging ins Bett. Doch der Jetlag wollte nicht schlafen und um kurz vor 10:00 war die „Nacht“ dann schon zu Ende. Aber die Welt sieht heute schon wieder viel rosiger für mich aus und mit vollem Elan ging es ans Koffer auspacken und anschließend schön ans Wäsche waschen. Wie lange ich heute durchhalten werde, bis mich der Schlaf wieder einholt, wird sich zeigen.

So liebe Leser, hiermit ist dieser Teil meines Blogs zu Ende und ich Danke Euch allen für die tolle Unterstützung, den Spaß den ich bei Euren Reply´s hatte und auch all den stillen Mitlesern. Ich hoffe, es hat Euch genauso so viel Freude bereitet wie mir. Auch wenn ich mich wiederhole: Ohne Euch hätte ich mit 100%tiger Sicherheit meinen Blog nicht so geschrieben und gestaltet, wie er jetzt letztendlich im Netz steht.

Hab Euch lieb und Gut Blatt
Euer Sven

PS. Der nächste Abschnitt meines Bloggs wird von meinen Erlebnissen bei meinen Online- und Live Session handeln und wie ich es hoffentlich dann schaffe, aus meiner jetzigen gerupften Bankroll wieder genug Kapital zu erspielen, das es für Vegas 2010 reicht. Also dann im Prinzip ein ganz normaler Blog :-) von August 2009 bis Mai 2010.

Donnerstag, 30. Juli 2009

Last Day in Paradies

Montag,Dienstag,Mittwoch 27/28/29. Juli 2009


Ohje, da war er nun also, der letzte Tag auf Oahu. Nochmal soviel mitnehmen wie nur irgendwie möglich lautete meine Divise. Mit Handtuch, Schnorchelausrüstung und reichlich Wasser im Auto machte ich mich auf den Weg, um zum einen zu einem sehr beliebten Schnorchelparadies zu fahren, aber ich wollte auch zum letzten Mal den Ausblick auf Honolulu genießen.

Ganz Waikik nebst Diamond Head und Honolulu

Daher fuhr ich zunächst einmal ins Hinterland von HNL. Über einen 10 Meilen lange Strasse, die sich wie in den Alpen von Österreich schlangenartig den Berg hoch mühte, ging es zu einem Aussichtspunkt, von dem man auf ganz Waikiki, Honolulu und den Diamond Head schauen kann. Ein tolles Fahrvergnügen war das. Mich wunderte nur, dass es hier keine gelb/roten Stangen als Begrenzung und Sichthilfe entlang der Strasse gab. Wie wissen die denn wo Ihre Spur ist, falls es mal anfangen sollte zu schneien??? Da müssen die Hawaiianer aber noch was von den Ösis lernen :-)

Den Berg runter ging es durch einen kleinen Teil des Regenwaldes von Oahu. Schön schattig war es hier und da nur wenige Touristen den Weg hierher finden, war auch kaum ein Auto zu sehen oder zu hören. So konnten sich meine Ohren dem Gesang der Vögel widmen. Mit dem offenen Verdeck ein wahres „Hörerlebnis“.

Strasse durch den Regenwald
Aber nun wurde es mal langsam Zeit, ein paar Fische ärgern zu gehen. Doch schon als den Parkplatz im Naturschutzgebiet erreichte, sah ich an den Massen von Autos, dass hier die Hölle los war. Erst einmal wurde aber ein Dollar für den Parkplatz bezahlt. „Das ist ja günstig“ dachte ich, „jetzt schnell ins Meer.“ Ne, ne lieber Sven, so einfach geht das hier nicht, dies hier ist ein unter Hawaiianischer Behörden stehender streng reglementierter State Park. Also Handtuch wieder einpacken und sich hinten vor dem Kassenhäuschen anstellen.


Korallenriff im Naturschutzpark
Jawohl Sir, hab ich gemacht um dann noch mal $8,- für den Eintritt zu bezahlen. Deshalb war der Parkplatz so günstig, lol JETZT aber in die Fluten und schön schnorcheln. STOP !!! Du kleiner dummer Deutscher hast ja überhaupt keine Ahnung wie man mit unserer schönen hawaiianischen Natur umzugehen hat. Daher darfst Du Dir jetzt einen 15minütigen Film über das anschauen, was man hier machen darf und was nicht. Ist im übrigen kostenlos :-) Ok, also habe ich mir den Film angeschaut, mich anschließend von einem Ranger zum X-ten Male belehren lassen und dann gab es endlich die Freigabe um runter an den Strand gehen zu dürfen.

Links=Humuhumunukunukuapua'a, Rechts=kleiner Scheißer :-)


Aber die ganze Warterei hatte sich gelohnt, denn ich durfte an meinem letzten Tag noch mal mit einer Schildkröte schnorcheln. Auch beim fressen ließ Sie sich nicht stören und ich konnte Sie aus ca. einem halben Meter in aller Ruhe studieren. Apropo fressen. Soviel Strand, Sonne und Meer macht natürlich auch mich hungrig und da es mein letzter Abend im Paradies war, gönnte ich mir ein super leckeres Sushibuffet für ca. $35,-. Mhhhhh, köstlich und auch die nicht gezählten Cuba Libre´s führten zu einem würdigen Abschluss meiner Reise. Hicks.

Am Dienstag war dann endgültig Schluss mit Lustig. Mit etwas Wehmut setzte ich mich in den Flieger und es ging für eine Nacht zurück nach Las Vegas. Aber ob ich nun in Vegas, Bombay oder Shanghai übernachtet hätte, wäre ziemlich Banane gewesen. Denn da ich erst um ca. 1:00 Nachts im Hotel ankam, war außer ein wenig Fernsehen nicht mehr viel drin.

Kann man mich Euch zuwinken sehen ???


Und nun sitze ich schon seit ca. 1h in der Star Alliance Business Lounge in Los Angeles und schreibe Euch diese Zeilen während ich auf meinen Flieger warte, der mich zuerst nach Zürich und dann weiter nach Hamburg bringen wird. Zum Glück gibt es hier anständigen Wein und sogar Bacardi für einen (weiteren) Abschluss Cuba Libri wäre vorhanden :-) Melde mich dann von Hamburg wieder.

Der Sven, diesmal inklusive Bauchansicht ... lol und ALOHA

Denn jetzt muss ich erst einmal ein wenig Eis für meine(n) Cocktail(s) besorgen...:-)

Liebe Grüße aus Hollywood,
Euer Sven

Dienstag, 28. Juli 2009

Rote Sonne, roter Kopf

Sonntag, 26. Juli 2009


Nach 8 wunderschönen Tagen an der „North Shore“ von Oahu, war dies nun meine letzte Nacht im sehr familiären und schönen Hostel Sharks Cove Rentals. Aber scheinbar gab es da jemanden zu geben, der mich nicht so recht gehen lassen wollte. Es war die kleine, süße Hauskatze der Hostelbesitzer, die in dieser Nacht beschloss, auf dem Dach meines Cabrios zu schlafen. Auch am frühen Morgen meiner Weiterreise, zurück nach Honolulu, schlief die Pussycat immer noch friedlich auf meinem Autodach.

Die kleine Hauskatze wollte mich einfach nicht losfahren lassen

Soviel Zuneigung hatte ich in den vergangenen Monaten schon lange nicht mehr erlebt . Nach einer netten Unterhaltung über die Nordküste und meinem Urlaub auf Hawaii und Las Vegas fragte ich dann beim anschließenden Checkout Wilma (die Hostelchefin): „How old is your Pussay(cat)?“ Dummerweise vergaß ich vor lauter Smalltalk und Checkoutprozedur das Wort „CAT“ zu erwähnen. Als ich daraufhin Ihre irrietieren Augen sah und mein Hirn wieder Anfing im normalen Rhythmus zu funktionieren, wurde ich wohl roter als die hübscheste Tomate in Hawaii. Ich glaube, man sah mein rote Birne noch am Horizont, als ich schon 10 Meilen vom Hostel entfernt war.

MEIN Haus, MEIN Auto, jedenfallse zeitweise :-)


Bevor es nach Honolulu ging, machte ich aber noch ein paar Bilder von der wohl schönsten Autobahn der Welt. Der Interstate H3. Diese führt von der Ostküste über eine kleine Tunnel zu der Großstadt Honolulus.

Interstate (Autobahn) H3


Nach dem Einchecken ins neue Hotel Nähe Waikiki Beach, führte mich der Weg zu einem Strand an der Westküste Oahus. Der eigentliche Witz an diesem Strand ist, dass er glich 4x hintereinander künstlich durch eine große Hotelkette erschaffen worden ist. Nennt sich glaube ich „Four Lagons“ oder so ähnlich.

Einer Lagune von vier identischen Lagunen


Kurz vor dem Parkplatz der Lagunen, wiesen einem etliche Verbotsschilder darauf hin, was man am Strand machen darf und was nicht. Dumm ist nur und sicherlich auch von den „Erbauern“ vergessen worden ist, das JEDER Strand in Hawaii der Öffentlichkeit gehört! Selbst wenn Du Madonna heißen solltest und ein Grundstück für 1 Millionen Dollar direkt am Pazifik kaufst, die letzten 10 oder 15 Meter bis zum Meer gehören allen. Somit sind (fast) alle Verbostschilder nur „Humbug“. Einzige Ausnahme sind die Anweisungen der State Parks, aber dazu morgen mehr.

Die Sonne und mein immer noch roter Kopf strahlten beim Sonnenuntergang immer noch so um die Wette, dass ich mir jetzt erste einmal Eiswasser besorgen muss.

Sonnenuntergang, sieht man glaube ich auch so :-)


Das Hirn auf Eis gelegt aber dennoch Glücklich,
Euer Sven

Sonntag, 26. Juli 2009

Viel Botanik, wenig Fall

Samstag, 25. Juli 2009


Es galt heute den, wegen plötzlichen Regens, ausgefallenen Wasserfalltrip nachzuholen. Allerdings entschied ich mich dafür, einen weitaus nähergelegenen Wasserfall als beim letzten Mal zu besuchen. Da dieser zudem auch noch in einem botanischen Garten lag, konnte ich die hawaiianische Flora und ein wenig fallendes Wasser wunderbar miteinander verbinden. Denn man lernt ja nie aus :-)

Kleiner Wasserfall mit (kaltem) Pool

Was ich allerdings nicht wusste war, dass ich dafür $10,- Eintritt zahlen musste. Und dafür war der Wasserfall leider sehr, sehr bescheiden. Ich hätte zwar in dem natürlichen Pool unterhalb des Falls baden können, aber das Ding war noch nicht einmal geheizt :-) Ich als Warmduscher steige doch nicht in ca. 12°C kaltes Wasser und hole mir dabei wohl möglich noch eine Blasenentzündung. Dann lieber schwitzen.


Ich kenn mich zwar nicht so gut mit Vögeln aus, aber zu den Pflanzen kann ich einiges sagen


Die Vielfalt der Pflanzen hingegen war beeindruckend. So viele verschiedene Hibiskusarten mit einer tollen Farbenpracht sieht man sonst nur im Gewächshaus. Nur leider war hier kaum was von Vögeln zu sehen oder zu hören, geschweige denn zu fotografieren. Hallo, Hallo, ich schreibe hier von der Ornithologie, kleine Ferkel Ihr.

Nach einem Rundgang von ca.90 Minuten beschloss ich dann, mich wieder dem etwas wärmeren Nass des Pazifiks zu widmen. Da die Brandung heute jedoch etwas stärker als sonst war, wurde der Ein- und Ausstieg teilweise etwas „sandig“. Ich hätte vielleicht doch besser aufpassen sollen, wenn die ein oder andere größere Welle vorhatte an der Küste von Oahu zu landen. Und kann mir mal bitte jemand sagen, wie man ohne Handbrause den Sand wieder aus Stellen wegbekommt, wo er nicht hingehört??? STOP, so genau will ich es dann doch nicht wissen :-)

Turtle Beach und viel Sand

Ich werde mal weiterhin versuchen mich Sandfrei zu bekommen und wünsche Euch allen einen schönen Sonntag,
Euer Sven

Samstag, 25. Juli 2009

Two (ehrlich gesagt Three) for One

Mittwoch,Donnerstag und Freitag 22/23/24. Juli 2009


Mhhh, diese Headline hört sich doch gut an, denn gerade als Single könnte einem diese Überschrift doch ein wahres Schlaraffenland prophezeien. So ist es aber nicht, jedenfalls ist es nicht so gemeint, wie einige es von Euch jetzt denken mögen :-)

Zunächst einmal muss ich Euch an dieser Stelle beichten, dass ich, seitdem ich auf Hawaii bin, immer mit einem Tag hinterher hinke. Woran das lag, kann ich gar nicht mehr genau sagen. Aber das hat auch einen großen Vorteil, denn ich habe in den vergangenen 2 Tagen fast exakt das gleiche Unternommen.


Und das kam so: Da es am Mittwoch wie aus Eimern goss, entschloss ich mich den Tag im Polynesian Cultural Center von Oahu zu verbringen. Dies ist auf gar keinen Fall mit einer Art Disneyland zu verwechseln, sondern es handelt sich hier um eine „Non-Profit“ Einrichtung, die einem die Kulturen und Gebräuche der Polynesischen Inseln vermittelt. Und das in einer Art und Weise, wie es so wohl einmalig auf der Welt ist.

Es können die „Dörfer“ von 7 verschiedenen Pazifik-Ländern besucht werden. Unter anderem sind Fiji, Samoa und Neu Seeland vertreten und natürlich auch Hawaii. In jedem Dorf lernt man etwas über die spezifischen Eigenarten des Landes. Es gibt von jedem Land eine 20-25 minütige Show, in der einem die traditionellen Tänze, die Kochkunst und die landestypische Musik näher gebracht wird. Dabei wird das Publikum immer so mit eingebunden, dass einem das Erlernen und vor allem das Mitmachen einen riesen Spaß bereitet. Wie käme es sonst dazu, dass ich als Fischkopf freiwillig einen hawaiianischen Hula-Tanz performe. Naja, das Wort „performe“ ist etwas zu hoch gegriffen. Ich versuchte meinen steifen Körper im Rhythmus der Trommeln und Rasseln einigermaßen im Takt zu halten. Zu so etwas bekommst Du mich auch wirklich nur im Urlaub.

Wie man aus einer Kokosnus Feuer machen kann


Es brachte hier im Polynesian Cultural Center soviel Spaß, dass einem die Zeit wegrannte. Und da es, wie gesagt keine kommerzielle Einrichtung ist, sind die letzten Vorführungen bereits um 16:30 Uhr. Aber die „Park-Väter“ haben sich für den Fall, dass man nicht alles an einem Tag sehen und erleben konnte vorgesorgt. Du darfst nämlich innerhalb der nächsten 3 Tage noch einmal kostenlos in den Park zurückkehren, um dann wirklich alles sehen zu können.

Mein Tag im Center war allerdings noch nicht zu Ende, denn ich buchte per Internet ein Paket, indem ein Buffet und ein Show inklusive war. Von dem Buffet will ich mal lieber nicht schreiben. Einfach nicht gut. Aber die polynesische Show um 19:30 war toll. Musik aus der Welt der Südsee, dazu einheimische Tänze und schöne bunte Kostüme. Kurz vor Ende der Show wurde dem Publikum (also natürlich auch mir :-) mitgeteilt, das dies nach über 15 Jahren die letzte Show dieser Art gewesen sei. Ab Morgen werde es eine neue Show rund um Polonysian geben. Ohhhhhhhhhhh, halte es durch die Arena. Als der Ansager uns dann mitteilte, das alle die heute da gewesen seien, für die morgige „Weltpremiere“ Karten für nur $15,- bekommen könnten, kam das große Ahhhhhhhhhhh und ein nicht endender Applaus brandete los.

Finale der alten Show

$15,- für eine Premieren Show! Für eine Erstaufführung in unserer Hamburger Staatoper musst Du dafür bestimmt über 200 Euro ausgeben. Vorausgesetzt, dass Du überhaupt noch eine Karte dafür bekommst.

Diese Gelegenheit nahm ich natürlich war. Ich wollte ja eh noch mal in den Park, um mir die verpassten Darbietungen der anderen Länder anzuschauen. Und so ging es auch am Donnerstag wieder ins PCC. Da ich bereits um ca. 15:30 Uhr mit wirklich allem durch war, was einem hier geboten wird, ging es bis zur Abendvorstellung an den Strand.

Auch die neue Show war sehr sehenswert und der Produzent band das Highlight der alten Show (die Feuerschlucker und –tänzer) als Akt von einer Art „Memory“ in die neue Show mit ein.

Mir hat das Erlernen neuer Dinge selten soviel Spaß gemacht wie in den letzten 2 Tagen und ich kann nur jedem Raten, mal in das Polynesian Cultural Center zu gehen. Vorrausgesetzt natürlich, Ihr kommt mal nach Oahu. Aber ey, mal ehrlich an all die SuperNovas, Profis und EV+ Hobbyspieler. Die Flugzeit von Vegas beträgt gerade mal unter 6h und so ein Trip wie ich ihn hier mache kostet nicht viel mehr als ein lausiges $1500,- WSOP Event. Also bei der nächsten WSOP einfach mal eine Woche mehr Zeit einplanen. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Da ich den Freitag den ganzen Tag am Strand war und Euch nur ungern an meinen Eindrücken und Beobachtungen der verschieden Bikinimodelle teilhaben lassen will, ist aus 3 einzelnen Blogeinträgen nun nur ein einziger geworden.

Dafür lasse ich Euch auch an einer Weißheit teilhaben, die ich in meinem Hostel gefunden habe.

Die Weißheit des Hostel Chef´s


In diesem Sinne und Aloha,
Euer Sven

Donnerstag, 23. Juli 2009

Aufstieg mit oder ohne Ticket ???

Dienstag, 21. Juli 2009


So recht wusste ich heute nicht, wohin mich der Weg führen sollte. Daher stieg ich gegen Mittag einfach mal in mein Auto, setzte meine Basballcap verkehrt herum auf, ließ das Dach runter, drehte die Mucke auf und gab Stoff in Richtung Süd-Ostküste. Der sonst so bescheidene Sven machte einen auf Cool. Naja, mich kennt ja (noch) keiner hier, von daher darf ich das ja mal machen, oder :-)

Der Leuchtturm, der mich anhalten ließ
Irgendwann während der Fahrt sah ich dann einen schicken Leuchtturm auf einer Anhöhe, der mein Interesse weckte. Da wollte ich hin, um ein paar schöne „Luftbilder“ machen zu können. Ich parkte also meine Karre auf dem Parkplatz des unter Naturschutz stehenden Gebietes und begann meinen Aufstieg mit ca. 1 Liter Wasser im Gepäck und natürlich mit meiner Fotokamera.

Der schöne, grüne Krater

Doch der serpentinenartige Weg zog sich und zog sich nur so da hin, dass ich schon befürchtete, mein Wasser und meine Kraft würden nicht reichen, um diesen Koloss von Hügel bewältigen zu können. Vom Parkplatz sah das alles viel leichter und näher aus. Doch nach ca. 1h Stunde Fußmarsch erreichte ich endlich den Gipfel und die Belohnung in Form des Ausblicks war grandios. Auf der einen Seite konnte man in den grünen Krater eines längst erloschenen Vulkans blicken und die andere Seite bot einen die Aussicht auf die Ostküste Oahu´s.

Ostküste Oahus


Durchgeschwitzt und mit einer leeren Wasserflasche kam ich wieder an mein Auto. Jetzt musste unbedingt der Pacific für eine Erfrischung sorgen. Im Reiseführer lass ich, dass ganz in der Nähe eine Bucht wäre, an dem das Anwesen von Sir Robin Masters, aus der Fernsehserie Magnum, sein sollte. Also schnell die Badehose angezogen und auf zum kühlen Nass. Den Strand zu finden war kein Problem, nur das blöde Haus habe ich nicht gefunden. Egal, ist ja eh nur eine alte Filmkulisse.

Burger King mit grünem Background


Um mein Abendessen einzunehmen, besuchte ich heute eine Art offenes Shopping-Center zwischen Honolulu und der Nordküste. Dort sah ich den vielleicht schönsten Burger King (wenn man den Background als Maßstab nimmt) den ich je gesehen habe. Und auch die 7-Eleven Tankstelle hatte eine schöne Lage. Gegessen habe ich in einem Sushi Restaurant mit einem der bekannten Laufbänder. Dort kann man sich das vom Band nehmen, was einem gefällt und zahlt hinterher nach „Tellern“. Jeder Teller hat eine andere Farbe, für die ein Preis steht. Mit ca. $14,- und satt wie ein König war das Essen heute ein Schnäppchen.

Seven/Eleven Tankstelle


Kein Schnäppchen erwartet mich allerdings, wenn das Eintrifft was ich befürchte. Als ich nämlich, um zurück nach Hause zu kommen, über die Interstate H3 fuhr (ohne Sch—ß, es gibt hier auf Oahu wirklich 3 Autobahnen), fuhr ich mit Tempo 65 über zwei provisorische Kabel, die wohl eine Art von Lichtschranke ersetzen sollten. Ca. 500 Meter weiter stand auch schon ein Polizei-Motorrad samt Cop, der sich fleißig Notizen machte. Erlaubt waren nämlich nur 55 Meilen/h. Mhhhh, das kann teuer werden.

Jetzt werde ich vorsorglich mal meine Penny´s zählen müssen, falls da ein Ticket kommen sollte.

Aloha und immer schön langsam fahren,
Euer Sven

Mittwoch, 22. Juli 2009

Cabrio´s kapriolen

Montag, 20. Juli 2009


Hatte man bis jetzt so wie ich, immer ein Dach über dem Kopf, wenn man seine Spritztouren mit dem Auto machte, dann bekommt man zum tollen Erlebnis das Cabrio fahrens noch einige ungeahnte Lebensweisheiten Gratis mit dazu. Nämlich zum Beispiel, dass man sich besser eine Mütze aufsetzt und sich das Gesicht und die Arme schön mit Sonnenschutz einzucremen hat, wenn man von Morgens bis Abends mit offenen Verdeck fährt. Oder aber, dass es immer Ratsam ist, das Dach vorher zu schließen, wenn man sich einen Wasserfall anschauen will und dafür ca. 1km in den Regenwald muss. Denn wie ist der Regenwald entstanden? Und was macht man wenn es auf einmal anfängt zu schütten, man aber noch 800 Meter von offenen Wagen entfernt ist? Rennen, Rennen, noch schneller Rennen, zwischendurch die Sonnenbrille verlieren und anschließend sitzt man mit seinem Hintern über Stunden schön im feuchten Autositz.

JETZT kenne ich Sie auch, die kleinen, kostenlosen Extras des Cabrios :-)

Bergkette hinter dem Tempel

Den Wasserfall konnte ich aufgrund dieses Vorfalls leider nicht mehr ganz erreichen. Daher machte ich mich mit meiner nassen Hose auf den Weg zu einem japanischen Tempel, der inmitten einer wunderschönen Bergkette erbaut worden ist. Richtig besinnlich war es hier und mit einem Räucherstäbchen, das ich vor einer großen heiligen Statue entzündete, bedankte ich mich für diese spirituellen Momente. Ich bin der Meinung, dass meine eigentliche Glaubensrichtung in solchen Fällen keine große Rolle spielt, wenn man respektvoll mit den Göttern anderer umgeht.

Ort er Ruhe


Mit ein paar Umwegen gelangte ich dann am späten Nachmittag wieder an „meinen“ Hausstrand, der erfreulicher Weise fast menschenleer war. Mit meiner gerade erst Neu erworbenen Taucherbrille wollte ich nun auch mal die Schildkröten im Wasser Live und in Action erleben. Das Wasser war aber heute so was von trüb, dass man kaum was sehen konnte. So erfreute ich mich am Anblick der Turtles, die bereits wieder am Strand lagen um zu schlafen.

Voll leer hier :-)

Dank McPorck habe ich ja schon ein Rezept für diesen lauten Gockel vor meinem Hostel. Jetzt muss ich den Schreihals nur noch einfangen. Wie war das doch gleich, langsam und leise anschleichen, dann Salz auf den gefiederten Schwanz streuen und schon lässt sich der Störenfried einsacken.

Ich mach mich dann mal an die Arbeit.

Liebe Grüße,
Euer Sven

Dienstag, 21. Juli 2009

Kikeriki, Kikeriki

Sonntag, 19. Juli 2009


Gestern hieß ja meine Überschrift „Die Natur ruft“ und das sollte sich heute Morgen mit beeindruckender Lautstärke auch bewahrheiten. 05:30 in Hawaii: Zeit fürs Frühstück ??? Was bitte schön soll den nun der Sch—ß ??? Kikeriki, Kikeriki machte es ziemlich genau unter meinem Fenster. Es war unfassbar! Es war so Laut, dass ich fast an die Decke gesprungen wäre. Und damit nicht genug, musste irgendein Hahn aus der Nachbarschaft auch noch darauf antworten. Ich hoffte ja, dass sich das Specktakel in einigen Minuten wieder legen würde und zog mir die Decke über den Kopf. Es legte sich aber NICHTS. So suchte ich Schlaftrunken wie ich war nach meinen Ohrstöpseln, die aber natürlich fast ganz unten in meinem Koffer lagen. Doch die Mühe lohnte sich und ich schlummerte wieder ein.

Nach einem kurzen, schnellen Frühstück ging es dann in die Inselmitte, um die Ananasplantage der Firma Dole zu besichtigen. Autsch, da hätte ich mal lieber vorher meinen Reiseführer richtig durchlesen sollen. Ein einziger Touristennepp war das und so wurde es auch in dem kleinen Büchlein beschrieben. Der Eintritt in den „Plantation Garden“ kostete zwar nur $4,-, aber Wasser und einen Gärtner hatte der schon lange nicht mehr gesehen.

Dole Plantation

Eine Rundfahrt mit einer kleinen Kirmes-Eisenbahn durch die Ananasfarm schlug mit $8,- zu buche. Dieses „sensationelle“ Fahrerlebnis dauerte ca. 25 Minuten. Die Kinder waren alle hellauf begeistert. Die Eltern und der Sven hingegen wünschten sich schon nach 5 Minuten die Rückkehr in den Ausgangsbahnhof. Denn das war ungefähr so spannend, als wenn ich einen meiner treuen Leser mit einer Schubkarre durch die Rappsfelder von Dingsdabums kutschiert hätte. Gääähn.

Ananas, mehr nicht

Den Besuch in den angeblich größten Irrgarten der Welt ersparte ich mir daraufhin. Was soll ich denn wie ein Esel durch enge Gänge laufen um einen Ausgang zu finden, um dafür auch noch mal $8,- hinzulegen. Ne, ne ohne mich. Das einzige was hier 1a gepflegt war, war der Souvenirladen. So groß wie 3 Handballfelder und Preise wie vom anderen Stern.

Da lang oder da lang ???

Jetzt brauchte ich einen Abkühlung und fuhr zum Strandbesuch an die Westküste. Auch hier reiht sich ein Strand an den anderen und nach ca. einer Stunde Fahrzeit schmiss ich mich dann an einem der wenigen Strände mit „Bademeister“ in die Wellen des Pazifiks. Ohne Mr. Hasselhof hätte ich mich hier auch nicht reingetraut.

"Bewachter" Strand an der Westküste


Anschließend ging es wieder zurück in Richtung Hostel. Aber das Highlight des Tages, ja vielleicht des gesamten Urlaubs sollte noch kommen. Laut Reisführer gab es in der Nähe meines Hostels einen Sandstrand Namens „Turtle Beach.“ Angeblich soll hier die Wahrscheinlichkeit, echte Meeresschildkröten sehen zu können, sehr hoch sein. Ja, ja! Bei uns in Hamburg gibt es auch den Jungfernstieg, aber versuch da mal eine echte Jungfer zu sehen. „Tsss, Tsss immer diese Tourifallen“ dachte ich so zu mir und hielt dennoch an besagter Stelle an.

Doch schon kurz nachdem ich das Auto geparkt hatte und mich zum Strand hinbegab, glaubte ich nicht was ich dort sah. Am Strand lagen 4 grüne Seeschildkröten faul in der Sonne und dösten so vor sich hin. Aber es kam noch besser. Man sah mindestens 15 weitere von Ihnen im Meer schwimmen/tauchen und in regelmäßigen Abstand hoben Sie Ihren Kopf um nach Luft zu schnappen. Aber es kommt NOCH VIEL besser, lol !!!

Das was die da gerade machen ist auch eines meiner Hobbys :-)

Der gemeine Schnorchler ansich versucht IMMER, wenn er etwas außergewöhnliches sieht, dem Objekt seiner Begierde hinterher zu schwimmen. Zu 99% versucht aber das arme, verschreckte Tier dann, dem Schnorchler zu entkommen und flüchtet ins offenen Meer.
Hier aber war die Welt anders und so etwas habe ich noch NIE, NIE, NIEMALS vorher gesehen. Dazu möchte ich kurz Anmemerken, dass ich mit über 300 Tauchgängen schon einiges an „Wasserlebewesen“ gesehen habe. Also, es war so: 2 schnorchelnde Schwimmer sahen eine relativ große Turtle und schwammen auf diese zu. Alles normal soweit. Die Turtle bemerkte die beiden und schwamm nun aber nicht in Richtung Meer, sondern in Richtung der Schnorchler. Auf einmal hörte man einen der beiden irgendetwas zum anderen rufen und als wenn die liebe Schildkröte plötzlich zum weißen Hai mutiert wäre, wurde aus dem langsamen schnorcheln ein schneller Kraulstil in Fluchtrichtung Sandtrand und die Turtle in ca. 1m Abstand den beiden hinterher. Ich schmiss mich wirklich fast weg vor lachen.


Wie ich später heraus fand, ist dieser Teil des Strandes der Fress- und Ruheplatz der Tiere und Sie sind weder dressiert noch von Menschhand aufgezogen worden. Da Sie sich jedoch über die letzten Jahre und Jahrzehnte hinweg diesen Strandabschnitt mit den Menschen teilen mussten, sind Sie halt einfach an den Menschen gewöhnt und überaus neugierig und zutraulich geworden. Es gibt sogar einige „Ranger“ am Strand, die mit roten Leinen das Gebiet der schlafenden Schildkröten absperren, damit Sie keiner stört oder anfasst. Bis auf 2 Meter darf man dennoch an die Urwesen der Meere heran. Vielleicht sollten die Ranger mal lieber rote Leinen um die Schnorchler anstatt um die Turtles machen :-)

Mit diesem tollen Erlebnis ging es dann zum Abendessen und anschließend mit Ohrstöpseln ins Bett.

Apropo Ohrstöpsel. Hat mal jemand von Euch ein gutes Rezept für Hähnchenschenkel oder Hühnersuppe ??? :-)

Aloha,
Euer Sven

Montag, 20. Juli 2009

Die Natur ruft

Samstag, 18. Juli 2009


Endlich raus aus der Großstadt. Auch wenn ich den Strand fast vor der Tür hatte, bei ca. 4 Mio. Menschen um einen herum macht selbst das Faulenzen am feinen Sandstrand von Waikiki einfach keinen richtigen Spaß. So freute ich mich schon auf das Abholen meines Mietwagens und auf den Start meiner Inselumrundung. Ich hatte zwar noch kein Zimmer für den heutigen Abend, aber das war mir erst einmal egal.

Am Counter von Alamo war die Hölle los, so dass ich einige Zeit warten musste, um endlich an der Reihe zu sein. Bei über 30°C, einer hohen Luftfeuchtigkeit und keiner Klimaanlage in der Autovermietung war meine Laune nicht mehr ganz so gut wie beim Start des Tages. Als mir Liza (die Perle von Alamo) dann auch noch sagte, dass mein vorbestelltes Economyauto noch nicht wieder zurück sei, müssen mir wohl die Gesichtszüge entglitten sein. Denn nur Sekundenbruchteile später fragte Sie mich, ob ich auch mit einem Jeep oder Cabrio einverstanden sei. Wenn nicht, müsse ich leider auf die Rückgabe des kleineren Autos warten.



Hatte ich meine Ohren heute Morgen nicht richtig gewaschen, war etwa schon wieder Weihnachten oder wie sollte ich die gute Liza verstehen. Jeep oder Cabrio ??? Dann rück mal schnell die Schlüssel fürs Cabrio raus, Lady, bevor gleich doch noch dieser Depp mit dem Ecoschrott hier vor der Tür steht. Ihr hättet mich mal sehen sollen, wie schnell ich vom Hof geflitzt bin, nachdem ich mein Cabrio in Empfang nahm. Bloß nicht noch mal umdrehen, Sven!

Anschließend wurde im alten Hotel schnell ausgecheckt, um dann mit meinen 2 großen Koffern, dem Notebook und einem kleineren Rollkoffer zum Auto zu marschieren. Aber da stand ich jetzt wie ein Ochse vor dem „Kofferraum“ des Cabrios, denn der hatte gerade mal das Fassungsvermögen um das Notebook und den Rollkoffer aufzunehmen. Und wohin bitte mit den 2 Megakoffern??? Dafür gabs nur eine Lösung: Schiebedach auf, um das Gepäck hochkant auf den Rücksitz zu verstauen. Sieht vielleicht nicht gerade Trendy aus, aber es ging nicht anders.



Mit dieser Notlösung machte ich mich also auf den Weg, um erst einmal die Ostküste zu erkunden. Bei blauen Himmel im offenen Cabrio durch Hawaii zu düsen und dabei den Pacific dabei immer an der rechten Seite des Autos zu haben, ist schon nicht ganz so schlecht Kurz nachdem ich Waikiki verlassen hatte, wurde es auch zunehmend Grüner und die Bergformationen, die der Vulkan erschaffen hatte, immer bizarer und interessanter.



Immer mal wieder wurde kurz gestoppt, um ein paar Fotos zu schießen und natürlich nahm ich auch die Gelegenheit war, mal schnell ins Wasser zu hüpfen um mich abzukühlen. Die Koffer und das Auto dabei immer im Augenwinkel, denn man kann ja nie wissen. So gegen 17:00 Uhr kam ich dann an einem Hostel an der Nordküste Oahus an. Witzigerweise konnte ich hier nur per Telefon über den Preis und das Zimmer verhandeln, denn es gibt hier keine Rezeption wie es sonst in Hotels üblich ist. Nach einigen Anweisungen die aus Links, Rechts und Geradeaus bestanden, lotste mich der Besitzer zu dem Schlüsselversteck. Ich kam mir vor wie beim Topfschlagen

Das Zimmer ist nicht gerade sehr groß, aber es reicht mir. Es gibt ein gemeinschaftliches Badezimmer mit Dusche und eine große Küche, die von allen benutzt werden darf. Man fühlt sich fast wie zu Hause, alles seht Familiär. Nur vom Besitzer fehlt bis jetzt jede Spur.

Werde mich mal auf die Suche nach Ihm machen

Liebe Grüße,
Euer Sven

Sonntag, 19. Juli 2009

Doppelter Brand

Freitag, 17. Juli 2009


„Ein Brand ist nicht genug“, dachte ich mir und konnte der Versuchung einfach nicht wiederstehen, mir mal ein paar Cuba Libre zu können. Schließlich saß ich in Vegas ja 8 Wochen lang auf dem Trockenen. Ernsthaftes Pokern und Alkohol passen nämlich meiner Meinung nach nicht ganz so gut zusammen. Jedenfalls hatte ich heute Morgen neben meinen Sonnenbrand auch noch den berühmten Brand nachdem man ein Gläschen zuviel von dem guten Cocktail zu sich genommen hat. Außerdem passte mein Kopf nicht so recht durch meine Zimmertür .. lol


Mit reichlich Wasser im Rücksack und 2 Schmerztabletten (für den Fall der Fälle) marschierte ich dann in Richtung Bushaltestelle um nach Pearl Harbor zu fahren. Auf dem Weg dorthin kam mir ein Fahrradfahrer entgegen, der mit einen echten, bunten Ara auf seiner Lenkstange durch Waikiki radelte. Spätestens jetzt wusste ich, dass ich Hawaii bin.


Nach ca. 60 Minuten Busfahrt kam ich am Visitor Center des Arizona Memorials an. Im Grunde genommen ist der Eintritt hier Gratis, wenn da nicht die „Falle“ mit dem Rucksack gewesen wäre. Den darf man nämlich nicht mit in die Gedenkstätte rein nehmen und zahlt für die zwischenzeitliche Deponierung $3,- Selbst größere Kamerataschen, Bauchtaschen etc. sind absolut Verboten. Das Memorial liegt halt im US-Navygebiet und der 11. September wirkt wohl auch immer noch nach. Nach der Abgabe meines Reisegepäcks bekam ich die Zutrittskarte für die Filmvorführung und für die Überfahrt mit der kleinen Barkasse. Leider erst für 14:00 Uhr, aber so konnte ich noch meinen kleinen Rausch von gestern auf dem vorgelagerten Rasen des Visitor Center´s mit ein wenig Schlaf mildern


Die Gedenkstätte über der 1941 zerstörten und gesunkenen Arizona

Ich kannte das Arizona Memorial zwar schon, aber da das schon 15 Jahre her ist, war die Führung trotzdem sehr interessant. Anschließend ging es nach Chinatown Honolulu und anders als in Vegas ist das hier kein für Touristen nachgebautes Viertel. Es gibt mehrer Fischmärkte (riecht hier nicht ganz so lecker wie bei uns in Hamburg :-), viele kleinere Imbissstände mit undefinierbaren Speisen und natürlich etliche Ramschläden, wo einem der Kitsch „Made in China/Taiwan“ von ganz alleine ins Auge fällt, ohne das die Verkäufer einem das extra anpreisen müssten. Ok, ok ich möchte nicht wissen was die über unsere Schwarzwälder Kuckucksuhren sagen würden. Noch ein kuzer Abstecher zum, aus vielen Filmen berühmten, Aloha Tower und ab gings wieder nach Waikiki Beach.

Eingang nach Chinatown und der Aloha Tower im Hafen von Honolulu


Mit vielen neuen Eindrücken wurde mein Tag dann mit einem Essen und KEINEM Cuba Libre beendet.

Gute Nacht,
Euer Sven