Montag, 20. Juli 2009

Die Natur ruft

Samstag, 18. Juli 2009


Endlich raus aus der Großstadt. Auch wenn ich den Strand fast vor der Tür hatte, bei ca. 4 Mio. Menschen um einen herum macht selbst das Faulenzen am feinen Sandstrand von Waikiki einfach keinen richtigen Spaß. So freute ich mich schon auf das Abholen meines Mietwagens und auf den Start meiner Inselumrundung. Ich hatte zwar noch kein Zimmer für den heutigen Abend, aber das war mir erst einmal egal.

Am Counter von Alamo war die Hölle los, so dass ich einige Zeit warten musste, um endlich an der Reihe zu sein. Bei über 30°C, einer hohen Luftfeuchtigkeit und keiner Klimaanlage in der Autovermietung war meine Laune nicht mehr ganz so gut wie beim Start des Tages. Als mir Liza (die Perle von Alamo) dann auch noch sagte, dass mein vorbestelltes Economyauto noch nicht wieder zurück sei, müssen mir wohl die Gesichtszüge entglitten sein. Denn nur Sekundenbruchteile später fragte Sie mich, ob ich auch mit einem Jeep oder Cabrio einverstanden sei. Wenn nicht, müsse ich leider auf die Rückgabe des kleineren Autos warten.



Hatte ich meine Ohren heute Morgen nicht richtig gewaschen, war etwa schon wieder Weihnachten oder wie sollte ich die gute Liza verstehen. Jeep oder Cabrio ??? Dann rück mal schnell die Schlüssel fürs Cabrio raus, Lady, bevor gleich doch noch dieser Depp mit dem Ecoschrott hier vor der Tür steht. Ihr hättet mich mal sehen sollen, wie schnell ich vom Hof geflitzt bin, nachdem ich mein Cabrio in Empfang nahm. Bloß nicht noch mal umdrehen, Sven!

Anschließend wurde im alten Hotel schnell ausgecheckt, um dann mit meinen 2 großen Koffern, dem Notebook und einem kleineren Rollkoffer zum Auto zu marschieren. Aber da stand ich jetzt wie ein Ochse vor dem „Kofferraum“ des Cabrios, denn der hatte gerade mal das Fassungsvermögen um das Notebook und den Rollkoffer aufzunehmen. Und wohin bitte mit den 2 Megakoffern??? Dafür gabs nur eine Lösung: Schiebedach auf, um das Gepäck hochkant auf den Rücksitz zu verstauen. Sieht vielleicht nicht gerade Trendy aus, aber es ging nicht anders.



Mit dieser Notlösung machte ich mich also auf den Weg, um erst einmal die Ostküste zu erkunden. Bei blauen Himmel im offenen Cabrio durch Hawaii zu düsen und dabei den Pacific dabei immer an der rechten Seite des Autos zu haben, ist schon nicht ganz so schlecht Kurz nachdem ich Waikiki verlassen hatte, wurde es auch zunehmend Grüner und die Bergformationen, die der Vulkan erschaffen hatte, immer bizarer und interessanter.



Immer mal wieder wurde kurz gestoppt, um ein paar Fotos zu schießen und natürlich nahm ich auch die Gelegenheit war, mal schnell ins Wasser zu hüpfen um mich abzukühlen. Die Koffer und das Auto dabei immer im Augenwinkel, denn man kann ja nie wissen. So gegen 17:00 Uhr kam ich dann an einem Hostel an der Nordküste Oahus an. Witzigerweise konnte ich hier nur per Telefon über den Preis und das Zimmer verhandeln, denn es gibt hier keine Rezeption wie es sonst in Hotels üblich ist. Nach einigen Anweisungen die aus Links, Rechts und Geradeaus bestanden, lotste mich der Besitzer zu dem Schlüsselversteck. Ich kam mir vor wie beim Topfschlagen

Das Zimmer ist nicht gerade sehr groß, aber es reicht mir. Es gibt ein gemeinschaftliches Badezimmer mit Dusche und eine große Küche, die von allen benutzt werden darf. Man fühlt sich fast wie zu Hause, alles seht Familiär. Nur vom Besitzer fehlt bis jetzt jede Spur.

Werde mich mal auf die Suche nach Ihm machen

Liebe Grüße,
Euer Sven

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