Freitag, 17. Juli 2009

Zum Abschluss: Die Touri Tour

Dienstag, 14. Juli 2009


Heute war also mein letzter voller Tag in Las Vegas und zu diesem Anlass wollte ich noch mal die „Touri-Sau“ rauslassen. Alles mitnehmen was nur irgendwie geht und dabei auch noch schön meinen neuen Freund „Dollar Rent-a-car“ schädigen. Obwohl ich ja mit denen, wegen läppischer $19,15, immer noch einen regen E-mail Verkehr habe (besser als gar keinen, buchte ich trotzdem noch mal über Billiger-Mietwagen.de ein Auto für 24h bei Dollar. Die Option, einen vollen Tank für nur 6,- € dazu zu kaufen, nahm ich natürlich war.

Los ging es, für die für Pokerspieler absolut unfreundliche Zeit, um 8:00 Uhr morgens. Die erste Anlaufstation war das US-Post Office, da ein in Vegas abgeschickter, wichtiger Brief nach 5 Wochen immer noch nicht in Deutschland angekommen war. Wie es aber sooft auch bei uns geschieht, verwies mich die nette Dame mit einer Telefonnummer an die deutschen Behörden. Angeblich wäre der Brief bei von den USA aus schon längst unterwegs und es könne nur „an den Deutschen“ liegen. War ja klar, immer sind die anderen Schuld.

Im Gamblers Book Store wollte ich dann mein lange bestelltes Buch von Greenstein „Ace on the River“ abholen, aber auch hier lief mein Schiff auf Grund. Das Buch wäre einfach nicht zu bekommen und selbst die Freundin von Barry, die eigentlich eines zum Shop vorbeibringen wollte, hatte mich vergessen Ce la vie.

Ein bisschen Red Rock
Aussicht vom Visitor Center des Red Rocks

Nun sollte aber endlich meine Tour zu den Sehenswürdigkeiten, die außerhalb von Sin City liegen, beginnen. Der erste Ausflug ging in den Red Rock State Park, von dem ich mir soviel versprochen hatte, weil das gleichnamige Hotel ja einfach nur Klasse ist. Aber das Hotel versprach mehr, als das es die Fahrt dorthin es Wert war. Ein wenig roter Stein und das war es dann auch schon fast. Also wieder schnell ins Auto und weiter in das „Valley of Fire“.

Diesen Tipp habe ich witziger Weise von der Dollar-Autovermietungs-Agentin „Sunny“ bekommen, die mich ja beim letzten Mal schön über den Tisch gezogen hatte. Aber nachdem Sie heute beim abholen meines Wagens einen schönen Einlauf von mir bekommen hatte und die Fronten geklärt waren, sagte Sie zu mir, dass dies Ihr absolutes Highlight wäre. Oder wollte Sie nur Rache an mir nehmen und mich in der Wüste Nevadas vereggen lassen. Denn als ich das Auto in Empfang nahm, war der Tank nur zu einem Viertel gefüllt. So nicht, liebe Sunny, so nicht! Also wieder zu Ihr hin und nach 1000maliger Entschuldigung bekam ich dann ein größeres Auto mit VOLLEM Tank von Ihr. Na also, geht doch

Valley of Fire, sehr empfehlenswert!!!


Und ich muss sagen, diesen Ausflug ins Valley of Fire habe ich nicht bereut. Auch wenn die Fahrt ein wenig Mühsam war: Dass müsstet Ihr eigentlich auch machen, wenn Ihr zwei, drei oder mehr Wochen in Vegas seid. Aus dem Nichts heraus erscheinen einem bei der Anfahrt auf das Valley auf einmal diese roten, großen „Berge“, die ein wenig an Australiens Eires Rock erinnern. Super schön und man kann sich beim Anblick lebhaft vorstellen, dass hier einmal die Ureinwohner Amerikas Ihre Büffel gejagt haben. Danke Sunny

Lake Mead


Danach ging es über ca. 90 Minuten durch den Lake Mead National Park, der landschaftlich auch einiges zu bieten hat, bis ich endlich am Hoover Damm angekommen war. Kaum war ich aus dem Auto draußen, da wurde ich auch schon fast von einer Hitzewelle erschlagen. Konnte mich aber gerade noch rechtzeitig ducken ... lol. Da der Damm in einem Tal liegt, staut sich halt hier die Hitze ungemein. Ich war schon 2 oder 3 mal am Hoover Damm und man kann es drehen und wenden wie man will, es bliebt nun mal ein von Menschenhand geschaffener Damm, der einem im Grunde nicht viel bietet, es sei denn man ist architektonisches Interessiert oder wenn man die Planung hat, so etwas für den Gartenteich nachzubauen. 15 bis 30 Minuten reichen für dieses Bollwerk vollkommen.

Hoover Damm


Da sich nun der Hunger bei mir bemerkbar machte, sollte es zum Abschluss ins neuerbaute M-Resort gehen. Ein nettes, neues Hotel&Casino vor den Toren Vegas. Dumm nur, wenn es so Neu ist (und anscheinend auch gut), dass einen die Massen vor dem Buffeteingang fast erschlagen. Aufgrund dieser Schlange wurde es nichts mit meinem Schlemmermal und ich musste mich mit den Downtown Restaurants begnügen.

Mit vollem Bauch und auch ziemlich kaputt von der langen Sightseeing Tour, hieß es nun Koffer packen und danach zügig ins Bett, damit ich ja nicht meinen Flieger nach Hawaii verpenne.

Kann mich jemand mal bitte „zärtlich“ wecken ???

Liebe Grüße
Euer Sven

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