Samstag, 25. Juli 2009

Two (ehrlich gesagt Three) for One

Mittwoch,Donnerstag und Freitag 22/23/24. Juli 2009


Mhhh, diese Headline hört sich doch gut an, denn gerade als Single könnte einem diese Überschrift doch ein wahres Schlaraffenland prophezeien. So ist es aber nicht, jedenfalls ist es nicht so gemeint, wie einige es von Euch jetzt denken mögen :-)

Zunächst einmal muss ich Euch an dieser Stelle beichten, dass ich, seitdem ich auf Hawaii bin, immer mit einem Tag hinterher hinke. Woran das lag, kann ich gar nicht mehr genau sagen. Aber das hat auch einen großen Vorteil, denn ich habe in den vergangenen 2 Tagen fast exakt das gleiche Unternommen.


Und das kam so: Da es am Mittwoch wie aus Eimern goss, entschloss ich mich den Tag im Polynesian Cultural Center von Oahu zu verbringen. Dies ist auf gar keinen Fall mit einer Art Disneyland zu verwechseln, sondern es handelt sich hier um eine „Non-Profit“ Einrichtung, die einem die Kulturen und Gebräuche der Polynesischen Inseln vermittelt. Und das in einer Art und Weise, wie es so wohl einmalig auf der Welt ist.

Es können die „Dörfer“ von 7 verschiedenen Pazifik-Ländern besucht werden. Unter anderem sind Fiji, Samoa und Neu Seeland vertreten und natürlich auch Hawaii. In jedem Dorf lernt man etwas über die spezifischen Eigenarten des Landes. Es gibt von jedem Land eine 20-25 minütige Show, in der einem die traditionellen Tänze, die Kochkunst und die landestypische Musik näher gebracht wird. Dabei wird das Publikum immer so mit eingebunden, dass einem das Erlernen und vor allem das Mitmachen einen riesen Spaß bereitet. Wie käme es sonst dazu, dass ich als Fischkopf freiwillig einen hawaiianischen Hula-Tanz performe. Naja, das Wort „performe“ ist etwas zu hoch gegriffen. Ich versuchte meinen steifen Körper im Rhythmus der Trommeln und Rasseln einigermaßen im Takt zu halten. Zu so etwas bekommst Du mich auch wirklich nur im Urlaub.

Wie man aus einer Kokosnus Feuer machen kann


Es brachte hier im Polynesian Cultural Center soviel Spaß, dass einem die Zeit wegrannte. Und da es, wie gesagt keine kommerzielle Einrichtung ist, sind die letzten Vorführungen bereits um 16:30 Uhr. Aber die „Park-Väter“ haben sich für den Fall, dass man nicht alles an einem Tag sehen und erleben konnte vorgesorgt. Du darfst nämlich innerhalb der nächsten 3 Tage noch einmal kostenlos in den Park zurückkehren, um dann wirklich alles sehen zu können.

Mein Tag im Center war allerdings noch nicht zu Ende, denn ich buchte per Internet ein Paket, indem ein Buffet und ein Show inklusive war. Von dem Buffet will ich mal lieber nicht schreiben. Einfach nicht gut. Aber die polynesische Show um 19:30 war toll. Musik aus der Welt der Südsee, dazu einheimische Tänze und schöne bunte Kostüme. Kurz vor Ende der Show wurde dem Publikum (also natürlich auch mir :-) mitgeteilt, das dies nach über 15 Jahren die letzte Show dieser Art gewesen sei. Ab Morgen werde es eine neue Show rund um Polonysian geben. Ohhhhhhhhhhh, halte es durch die Arena. Als der Ansager uns dann mitteilte, das alle die heute da gewesen seien, für die morgige „Weltpremiere“ Karten für nur $15,- bekommen könnten, kam das große Ahhhhhhhhhhh und ein nicht endender Applaus brandete los.

Finale der alten Show

$15,- für eine Premieren Show! Für eine Erstaufführung in unserer Hamburger Staatoper musst Du dafür bestimmt über 200 Euro ausgeben. Vorausgesetzt, dass Du überhaupt noch eine Karte dafür bekommst.

Diese Gelegenheit nahm ich natürlich war. Ich wollte ja eh noch mal in den Park, um mir die verpassten Darbietungen der anderen Länder anzuschauen. Und so ging es auch am Donnerstag wieder ins PCC. Da ich bereits um ca. 15:30 Uhr mit wirklich allem durch war, was einem hier geboten wird, ging es bis zur Abendvorstellung an den Strand.

Auch die neue Show war sehr sehenswert und der Produzent band das Highlight der alten Show (die Feuerschlucker und –tänzer) als Akt von einer Art „Memory“ in die neue Show mit ein.

Mir hat das Erlernen neuer Dinge selten soviel Spaß gemacht wie in den letzten 2 Tagen und ich kann nur jedem Raten, mal in das Polynesian Cultural Center zu gehen. Vorrausgesetzt natürlich, Ihr kommt mal nach Oahu. Aber ey, mal ehrlich an all die SuperNovas, Profis und EV+ Hobbyspieler. Die Flugzeit von Vegas beträgt gerade mal unter 6h und so ein Trip wie ich ihn hier mache kostet nicht viel mehr als ein lausiges $1500,- WSOP Event. Also bei der nächsten WSOP einfach mal eine Woche mehr Zeit einplanen. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Da ich den Freitag den ganzen Tag am Strand war und Euch nur ungern an meinen Eindrücken und Beobachtungen der verschieden Bikinimodelle teilhaben lassen will, ist aus 3 einzelnen Blogeinträgen nun nur ein einziger geworden.

Dafür lasse ich Euch auch an einer Weißheit teilhaben, die ich in meinem Hostel gefunden habe.

Die Weißheit des Hostel Chef´s


In diesem Sinne und Aloha,
Euer Sven

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