Donnerstag, 16. Juli 2009
Ihr kennt ja sicherlich alle den Unterschied zwischen Honolulu und Caracas, oder etwa nicht ??? Falls nicht, dann lasst Euch das mal von Eurer Freundin bzw. Freund erklären, ich bekomme sonst rote Ohren dabei :-)
Jedenfalls verbinden mit Hawaii bestimmt 60-70% der Leser den Ort Honolulu. Geografisch auch vollkommen in Ordnung, kulturell und landschaftlich gesehen allerdings VÖLLIG falsch. Honolulu ist das Mallorca der Japaner und neuerdings auch der Koreaner. Dagegen ist nichts einzuwenden und ich bin sowieso lieber unter Multi-Kulti, als nur unter den steifen Deutschen (zu denen ich sicherlich auch gehöre). Das Problem an HNL ist allerdings, dass hier eine Hotelburg neben der anderen steht und damit auch Waikiki Beach jeden Tag hoffnungslos überlaufen ist. Kein schöner Anblick.
Da ich das schon vorher wusste, habe ich lediglich 3 Tage in HNL eingeplant und werde mich danach in die grüne und viel schönere Natur der Ost- West- und Nordküste aufmachen. Als Sparfuchs werde ich wohl überwiegend in Hostels schlafen und mir ein Zimmer mit bis zu 6 Leuten teilen müssen. Ist aber kein Problem für mich und wer weiß was mich dort an positiven Bekanntschaften erwartet :-)
Gestern jedenfalls bezog ich mein Zimmer in der Nähe von Waikiki Beach im Waikiki Gateway Hotel. WOW, das Zimmer ist bestimmt 4 bis 5mal größer als im Golden Gate und hat neben einer Mikrowelle sogar noch Teller, Gläser und Besteck, falls ich mir mal selber was warm machen möchte :-) Nach dem Auspacken der wichtigsten Sachen aus dem Koffer ging es noch schnell zum Strand, um den Sonnenuntergang zu sehen. Danach wurde der Tagesplan für heute ausgearbeitet und husch, husch ins Bett.
Nach einem eher bescheidenen, dafür aber kostenlosem Frühstück mit Toast, Bagels und Marmelade wurde der Rucksack gepackt und es galt heute das Wahrzeichen von Oahu zu erklimmen, den Diamond Head. Vorher wurde aber noch schnell ein Kaffe und eine Zigarette auf dem Balkon genossen. Und als ich da so saß und es mir dabei ja soooooo gut ging, dachte ich auf einmal, das der liebe Gott mir zwei kleine Engel geschickt hatte. Es flatterten nämlich 2 schneeweiße Tauben an meinem Balkon vorbei, machten eine kleine Drehung, um dann auf meiner Brüstung zu landen. In nur ca. 30-50cm Entfernung „gurrrten“ und guckten Sie mich an, als wenn Sie noch nie eine deutschen Touri auf Hawaii gesehen hätten. War das eine Eingebung, ein Zeichen oder gar eine Botschaft von höherer Stelle???
Noch völlig im Gedanken an dieses Ereignis ging es zu Fuß zum Diamond Head. Ich hätte diesen Ausflug auch mit einem Reisbus machen können, so aber kostete mich der Spaß nur einen einzigen Dollar für den Eintritt zum State Monument. Kleiner Nachteil bei dieser Aktion war allerdings, dass sich der Fußmarsch doch sehr lange hinzog und ich beim Aufstieg mindestens 1,5 Liter Wasser in mich reinschütten musste. Aber der Ausblick von dort oben war die Mühe wert.
Anschließend ging es noch zum Waikiki Beach um mich neben 1,5 Mrd anderen Menschen in den Pacific zu schmeißen. Ganz schön Nass, aber schöööön erfrischend :-) Nur die roten Streifen an meinem Nacken machten mir etwas Sorge. Da hatte sich wohl ein kleiner Sonnenbrand eingenistet. Vielleicht hätte ich die Baseballkappe doch lieber anders herum anziehen sollen. Mit leichtem Schmerz liege ich nun hier auf meinem Bett und schreibe diesen Eintrag. Hoffentlich kann ich nachher auch schlafen.
Hat mal Bitte jemand kalte Umschläge für mich ???
Aloha,
Euer Sven





Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen