Montag, 20. Juli 2009
Hatte man bis jetzt so wie ich, immer ein Dach über dem Kopf, wenn man seine Spritztouren mit dem Auto machte, dann bekommt man zum tollen Erlebnis das Cabrio fahrens noch einige ungeahnte Lebensweisheiten Gratis mit dazu. Nämlich zum Beispiel, dass man sich besser eine Mütze aufsetzt und sich das Gesicht und die Arme schön mit Sonnenschutz einzucremen hat, wenn man von Morgens bis Abends mit offenen Verdeck fährt. Oder aber, dass es immer Ratsam ist, das Dach vorher zu schließen, wenn man sich einen Wasserfall anschauen will und dafür ca. 1km in den Regenwald muss. Denn wie ist der Regenwald entstanden? Und was macht man wenn es auf einmal anfängt zu schütten, man aber noch 800 Meter von offenen Wagen entfernt ist? Rennen, Rennen, noch schneller Rennen, zwischendurch die Sonnenbrille verlieren und anschließend sitzt man mit seinem Hintern über Stunden schön im feuchten Autositz.
JETZT kenne ich Sie auch, die kleinen, kostenlosen Extras des Cabrios :-)
Bergkette hinter dem Tempel
Den Wasserfall konnte ich aufgrund dieses Vorfalls leider nicht mehr ganz erreichen. Daher machte ich mich mit meiner nassen Hose auf den Weg zu einem japanischen Tempel, der inmitten einer wunderschönen Bergkette erbaut worden ist. Richtig besinnlich war es hier und mit einem Räucherstäbchen, das ich vor einer großen heiligen Statue entzündete, bedankte ich mich für diese spirituellen Momente. Ich bin der Meinung, dass meine eigentliche Glaubensrichtung in solchen Fällen keine große Rolle spielt, wenn man respektvoll mit den Göttern anderer umgeht.
Ort er Ruhe
Mit ein paar Umwegen gelangte ich dann am späten Nachmittag wieder an „meinen“ Hausstrand, der erfreulicher Weise fast menschenleer war. Mit meiner gerade erst Neu erworbenen Taucherbrille wollte ich nun auch mal die Schildkröten im Wasser Live und in Action erleben. Das Wasser war aber heute so was von trüb, dass man kaum was sehen konnte. So erfreute ich mich am Anblick der Turtles, die bereits wieder am Strand lagen um zu schlafen.
Dank McPorck habe ich ja schon ein Rezept für diesen lauten Gockel vor meinem Hostel. Jetzt muss ich den Schreihals nur noch einfangen. Wie war das doch gleich, langsam und leise anschleichen, dann Salz auf den gefiederten Schwanz streuen und schon lässt sich der Störenfried einsacken.
Ich mach mich dann mal an die Arbeit.
Liebe Grüße,
Euer Sven




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