
Und als Zugabe gab es dann, im dritten „Akt“ der Vorführung, noch die Versöhnungs-Zeremonie mit solch hochgradig jugendgefährdeten Ausdrücken, dass selbst Google mir den Dienst verweigerte. Hoffentlich sperren die mir im Hotel jetzt nicht den Onlinezugang wegen zu häufigen Nachschlagens sexistischer Wörter bei Google. Als der „Bulle von Vegas“ dann mal endlich seine Befriedigung fand (die Ausdauer war doch bestimmt nur vorgetäuscht, solang kann doch kein Schwein) ging in Sin City schon die Sonne auf und ich konnte endlich noch 4,5 bis 5 Stunden schlafen, bis es ins Golden Nugget zum $235,- Deepstack Turnier ging.
Müde und ohne Frühstück kaufte ich mich ein und war, wie schon im letzten Jahr, von der Atmosphäre die im Turniersaal herrschte eher wenig begeistert. Eigentlich hatte ich mir ja auch vorgenommen bei der Turnierserie vom Golden Nugget nicht mitzuspielen, weil es mir hier schon 2008 nicht gefiel. Doch durch die PM von CANNNNNN, hinsichtlich der Turnierstruktur und des BuyIns im Nugget, sprach es dies doch dafür hier und nicht im Binions zu spielen.
Jedoch wurden meine (schlechten) Erwartungen leider nicht enttäuscht. Ausgetragen werden die Turniere im neuen, fürs Pokern viel zu hellbeleuchteten Ballsaal, wo die Tische meiner Meinung nach auch einfach nur so „reingeschossen“ wurden. Was mehr nach einer Kaffeefahrtveranstaltung mit Rheumadeckenverkauf aussah und nicht wie bei einem Pokerturnier. Außerdem gab es anstelle von einzeln verteilter Screens (für Blinds, Zeit, Payouts etc) nur eine megagroße Leinwand.
Rheumadeckenverkaufssaal
Sevicekräfte für über 200 Spieler sah ich am Anfang ganze Zwei, was meinen Kaffeedurst sehr auf die Probe stellte. Zudem musste man für alkoholische Getränke den normalen Bar Preis bezahlen - mein Nachbar, ich trink nix
-, was für mich in Vegas eine Premiere war.Die Dealer konnten zum Teil, ohne Hilfe der Spieler keinen Main- und Sidepot bilden und der Floor wusste nicht in welcher Reihenfolge die Dealer die Tische zu wechseln hatten. Wir hatten einmal 3 verschiedenen Dealer in 12 Minuten. Beim Ausscheiden eines Spielers wurde dies nicht dem Floor annonciert und als wir nur noch zu sechst am Tisch waren, wurde es mir zu dumm und ich stand selber auf um dem Chef die Seatcards in die Hand zu drücken damit der den Tisch wieder auffüllen konnte.
Als Amateurspieler steht für mich, neben dem Geldgewinn, auch der Spaß an vorderster Stelle. Und den hatte ich, unabhängig von meinen Karten, heute im Golden Nugget nicht. Sollte jemand andere Erfahrungen gemacht haben, lasse ich mich gerne eines besseren belehren. Ich jedenfalls empfehle das Binions, wenn jemand in Downtown Turniere spielen möchte.
Apropo andere
: Da ich davon Ausging, dass heute auch ein paar Intellis unter den Spielern sind, sprach ich in den Pausen so ziemlich alles an, was zwei Beine hatte und nach deutscher Sprache klang. Leider bekam ich nur Antworten wie: „Intelli? Kenn´ ich nicht“ oder „War schon lange nicht mehr auf der Seite.“ Wer mich dabei heute beobachtet hat, wie ich um die deutschsprechenden Spieler herumschwänzelte, um nach Kontakt zu suchen, dachte bestimmt: „Der warme Bruder sucht doch ein Date für heute Nacht und nicht einen User von Intelli.“ Dabei bin ich ziemlich „Straight“, aber was nicht ist kann ja noch werden ... lolSollte mir vielleicht mal einen Intelliaufkleber im Rio besorgen.
Habt Ihr denn heute alle verschlafen ???
Jedenfalls war das Turnier nach knapp 7 Stunden für mich vorbei und ich konnte endlich zum „Frühstück“. Eine kleine Handauswahl gibt’s dann morgen, denn Sorry, ich muss jetzt noch ein paar englische, sexy Wörter bei Google eingeben!
Pressing Search,
Euer Sven




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