Nachdem ich mein „Kanibalensteak“ (ich esse es gerne rare) vertilgt hatte und bezahlen wollte, legte ich meinen vom Turnier noch übriggebliebenen Foodcomp über $ 10,- und meine Playerscard mit den gesammelten Rakebackdollarn vom Cashgame hin. Der Getränkekellner nahm das ganze nebst Rechnung auch gerne in Empfang um mir 30 Sekunden später zu sagen, das ich die Restlichen 5,- in Bar bezahlen müsse. Das mit den Rakeback-$ ginge so nicht.
Hätte ich Ihm ja gerne geglaubt wenn ich nicht letzte Woche das gleiche Essen in der gleichen Art und Weise bezahlt hätte. Um es nicht allzu lang zu machen: Ich ließ daraufhin seine Ihm überstellte Servicekraft an den Tisch bitten, dann den Restaurantleiter und letztendlich schrie ich nach dem Manager on Duty.
Ich sah Ihn schon als Gyrosspieß bei meinem Griechen in Norderstedt sich über dem Feuer drehend und suchte in meinem Wörterbuch krampfhaft nach wüsten Beschimpfungen. Aber als ein „No Problem“ von Ihm kam, ging mein Puls wieder auf den normalen Pegel runter. Warum das alles wegen $ 5,- in Bar oder von der Karte? Weil ich das Rakeback nicht als Cash ausgezahlt bekomme und nur „abessen und abtrinken“ kann. Oder ich darf mir im Giftshop Ringelsöckchen, lila Hüte oder ähnliches dafür kaufen. Brauch ich das denn wirklich?
Heute fing der Tag, zu meinem größten Entsetzten, erst um 12:45 Uhr für mich an. Ich konnte nämlich erst um 5:00 richtig einschlafen und mir brummte beim Aufstehen immer noch der Schädel vor lauter Bassgitarre, Schlagzeug und Katzengesang. Zum Glück stand heute kein Turnier für mich an, denn das hätte ich mit Sicherheit nicht gespielt.
Nein, heute sollte es wieder ins geliebte Red Rock gehen, weil für Abends eine Veranstaltung am Hotelpool a la Hawaii bzw Karibik angekündigt wurde. So jedenfalls deutete ich die Werbung auf den Plakaten die überall hingen.
Bacardi, Hawaii, Karibik .....einfach nur schön
Rausgeputzt, geföhnt und mit leerem Magen ging es aber zunächst einmal wieder zum Büffet im Red Rock. Wow, heute waren sogar Austern in der Auswahl. Sollen die nicht irgendeine spezielle Wirkung beim männlichen Teil der Menschheit haben. „Na, dann rein damit und sehen ob´s was hilft“, dachte ich mit und die ersten drei waren Ruckzuck verschlungen.
Satt, Zufrieden, Bezahlt und schnell ab zum Pool, denn da war schon das Vorprogramm in Gange. Junge Damen versuchten sich als Feuerschlucker. War kein Highlight, aber ganz O.K.
Und dann kam er, der (angebliche) Star des Abends, mit 2 Trommelstöcken und Rasterlocken fegte er auf die Bühne um dann .....
.....,als wenn er auf Speed oder Koks wäre, auf das Schlagzeug einzudreschen. Meine Ohren dachten Sie hätten einen Flashback und fühlten sich an gestern Nacht erinnert und das Wasser in meinen Augen drückte bei jedem Bassdrum meine Pupillen wie im Horrorfilm um einige Millimeter nach vorne.
Von karibischen Steeldrums oder hawaiianischen Bongos himmelweit entfernt und Gift für meinen Gehörgang. Wer gerne Heavy Metall hört ist hier richtig, aber ich alter Sack doch nicht.
Ne, ne Red Rock Hotel, das gibt Liebespunktabzüge. Da habe ich mich letzten Sonntag wohl schon zu früh auf diesen Abend gefreut. Wie eine Plakatwerbung einen doch in die Irre führen kann. So blieb mir nichts anderes übrig als wieder nach Hause zu fahren und mir jetzt die Ohren zu verbinden. Vorher versuchte ich allerdings noch von Parkdeck aus Las Vegas bei Nacht zu fotografieren. Teilweise leider etwas Unscharf, aber ich denke mal, das LV trotzdem zu erkennen ist.
Wieder sehr breeeeeeiiiiit!!!
Apropo (Un)scharf: Was mach ich denn jetzt mit den Austern in meiner Blutbahn ???
Na dann mal gute Nacht,
Euer Sven





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