Freitag, 26. Juni 2009

Wunscherfüllung und Augenfehler

Donnerstag, 25.06.2009
Alles fing damit an, dass ich, wohl aufgrund meines gestrigen Colakonsums, der bestimmt dem Wochenverbrauch einer 4 köpfigen amerikanischen Familie entsprach, durch zu spätes ins Bett gehen mal wieder bis 12:30 (ver)schlief. Und genau in dem Moment, als meine Augen unter größter Anstrengung versuchten, die ersten Sonnenstrahlen zu erblicken, stand Sie auch schon in meinem Zimmer. Die knappbekleidete, blonde, blauäugige Schönheit, die mein Zimmer aufräumen wollte.

Als ich mir jedoch die letzten vom Sandmann übriggebliebenden Staubkörner aus der Pupille wischte, stand auf einmal eine ältere Dame in blauem Kittel vor mir, die sich mit mexikanisch-spanischen Akzent 1000x dafür Entschuldigte, in mein Zimmer eingedrungen zu sein. Sie hätte aber ein paar mal geklopft und auch laut Housekeeping gerufen. Aber der Sven (er)hörte Sie nicht. Ob das nun an meinen Ohrstöpsel oder an den Extrakten der angeblich nicht mehr für Coca Cola benutzten Kokablättern lag, ließ sich auf die schnelle nicht rausfinden. Auf jeden Fall liebe Kinder: Zuviel Cola ist nicht gut für Euch (o.k. für die besserwisserischen Erwachsenen auch nicht), aber ich spreche da aus Erfahrung :-), also immer schön in Maßen genießen.


Jedoch hatte die Mixtur aus Cola, Apfel und Salzstangen seine Wirkung nicht verfehlt, denn es ging mir wieder gut und ich hatte sogar wieder Lust auf ein Frühstück. Da aber um diese Zeit selbst in Vegas kein Frühstück mehr angeboten wird, entschied ich mich im Hotelrestaurant einen kleinen Salat und einem Teller Pasta zu mir zu nehmen. Man soll es ja nicht gleich wieder übertreiben.

Nach dem leichten Mittag ging ich (kurz) zurück in mein Zimmer, um eigentlich nur schnell meine Kamera zu holen. Doch der Duft des frischbezogenen Bettes und die einladend aufgeschlagenen Kopfkissen ließen mich, wie von magischer Hand, dahinsingen und ich fiel in einen leichten Mittagsschlaf. In diesem träumte ich dann von meiner „Genesungsbelohnung“, wie sie oft kleine Kinder als Trostpflaster dafür bekommen, weil die Hilfsschwester beim Blutabnehmen mal wieder dreimal neben die Vene gestochen hat, bevor der rote Saft endlich floss.



Wie aber sollte mein Schmerzengeld für all die erlittenen Qualen der letzten 2 Tage aussehen und vor allem von wem? „Selbst ist der Mann“ sagte ich zu mir und so ging ich zum Half Price Ticket Counter, um mir ein Showticket für den heutigen Abend zu kaufen. So suchte ich mir die Show von Cris Angel aus. Ein in den USA sehr populärer Illusionist, der seine Magic Show zusammen mit dem weltbekannten Cirque du Soleil konzipiert hat. Ich hatte zwar für die Top Shows in Las Vegas von Ticket4Tonight abgeraten (da man beim Ticketkauf noch nicht weiß wo man sitzt), aber ich fand $87,- anstatt $140,- für eine Aufführung, die ich mir sonst nicht unbedingt angesehen hätte, genug Geld.

Mit Kategorie 2 bekam ich jedoch einen guten Platz und hatte auch nicht das Gefühl eine Restkarte erworben zu haben. Und die Show war, entgegen meiner Vorstellung, widererwartend gut, wenn auch vielleicht etwas zu kurz. Das einzige was jedoch an Cirque du Soleil erinnerte, war die Musik, denn von Akrobatik oder Artistik war nichts zu sehen. Ist halt Magic. Wer lieber den ursprünglichen und einzigartigen Cirque du Soleil sehen möchte, dem empfehle ich auf jeden Fall: 1. Ka gefolgt von „O“ oder Mystere. Das Geld ist es 100%tig Wert und Ihr werdet in Deutschland vergeblich nach vergleichbaren suchen.



Mit ein paar Aufnahmen vom Luxor, Excalibur und dem Mandaly Bay ging es dann zurück ins Hotel. Immer noch unter den Eindrücken des letzten Zauberaktes der Vorstellung, denn den widmete Cris Angel den heute verstorbenen Farah Fawcett und Michael Jackson und verabschiedete sich von der Bühne mit dem Satz:

Lebe und genieße Dein Leben jeden Tag so, als wenn es Dein letzter wäre, egal ob Du jung oder alt bist.

Liebe Grüße,
Euer Sven

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