Mittwoch, 3. Juni 2009

Smok´n Hot

Da hatte ich vor meiner Las Vegas Reise nun schon zwei meiner drei „S“-Laster aufgegeben (Saufen + Sex) und nun musste ich heute Morgen auch noch feststellen, dass mein drittes Laster mit S, nämlich Smoking, in Gefahr war. Gestern kein Aufputschmittel bekommen, heute keine Zippen mehr. Was für ein Tagesstart. Bestimmt warten vor meinem Hotelausgang auch noch schwarze Katzen auf mich und nette Bauarbeiter stellen Ihre Leitern so auf, dass ich drunter durchgehen muß.


So gab es zum Frühstück für mich nur einen Kaffee und einen Joghurt und ab ging es Richtung Busbahnhof um zu einem Smokersshop zu fahren. Ich kannte diesen Discounter für Zigaretten schon aus früheren Urlauben, aber wir sind stets mit dem Auto dorthin gefahren und niemals mit dem Bus. Vielleicht ist es mir deshalb auch noch nie aufgefallen, dass genau gegenüber des Shops die traurige Seite von Vegas Ihre Bahnen zieht. Die gesamte andere Straßenseite war von zum Teil notdürftig geflickten Zelten übersäht, in denen die Ärmsten von Las Vegas Ihr zu Hause finden.


Ich wusste ja aus TV und Zeitungen schon, das Sin City bereits viele in den Ruin getrieben hat und Prostitution, Alkohohlmissbrauch, Drogen und Spielsucht hier keine unbekannten Worte sind, nur gesehen habe ich es in der fast 2 Mio Stadt noch nie. Hoffentlich stranden hier nicht demnächst auch noch fast geschiedene Ehemänner

Leider ging für mich kein Weg an der Zeltlandschaft vorbei, da der Bus ca. 800 Meter entfernt hielt. Rasch mein nicht vorhandenes Pokerface aufgesetzt, Luft angehalten, die Straßenseite gewechselt und dann nix wie dran vorbei.

2 Stangen Zigaretten schwerer im Rucksack, sollte ein paar Tage reichen und um $46,- leichter im Portemonnaie, ging es den gleichen Weg mit noch größeren Schritten wieder zurück zur Haltestelle.

Anschließend fuhr ich zum Gamblers General Store und zu Spinettis (siehe unten) um mir ein neues Pokerbuch für meine grauen Zellen zu kaufen. Da aber die Preise für gute Bücher, im Vergleich zu den letzten Jahren, mächtig in die Höhe gegangen sind, verschob ich das Vorhaben erst einmal und machte mich wieder in Richtung Hotel auf.

Nach all dem Bummeln und Busfahren ging es zum Pokern ins Binions, wo mir nicht nur die Füße qualmten, sondern nach all dem Cashgame Minus auch weißer Friedensrauch für mich am Pokertisch aufstieg. Nachdem ich am Button zweimal in Folge mit Ax eigentlich nur die Blinds klauen wollte und 2 Paar flopte und ein paar Hände später mit Aks das gleiche passierte, war ich voller Hoffnung, dass der Tag ein glücklicheres Ende nehmen würde, als es der Anfang heute Morgen vermuten ließ.

Säbelrasseln ohne Erfolg :-)


Allerdings passierte dann in den nächsten Stunden nicht wirklich viel und mein Stack war praktisch wieder auf +/- Null und ich schon am einpacken meines Mp3´s, als ich KK fand und auf ein $10,- Raise mit einem Caller auf $35,- Reraiste. Der Raiser zahlte, der Caller ging raus und wir Heads Up, was mir so auch ganz Recht war.

Der Flop brachte 368 Rainbow und Ich setzte $50,- in den $83,- großen Pot und bekam als Antwort ein Allin meines Gegners. Da ich mir nicht vorstellen konnte, das der original Raiser mit einem kleinen PP meine zusätzlichen $25,- Preflop bezahlt hatte (da eigentlich kein Value für Ihn, bei nur noch $140,- Rest bei mir) callte ich das Allin und guckte in zwei hübsche Ladies. Natürlich keine Leibhaftigen, denn die Kosten ja auch für gewöhnlich nur Geld, sondern zweien aus Plastik (wie sooft hier in Vegas), die mir gegen meine Kings den Pot von knapp 360,- zu Papa brachten, da Turn und River den beiden nicht halfen. Noch kurz bis zur BB gespielt und einen kleinen Pot dabei gewonnen und raus aus dem Laden auf die Fremontstreet.

Ich geh´jetzt eine Qualmen,

Euer Sven


Einkaufs-Tipps für Pokerspieler (Teil 2)

Wenn Ihr, zu Hause angekommen, Eure kleine Schwester oder den ungeliebten Onkel mit Euren endlosen Bad Beats Storys von Vegas quälen möchtet, Euch aber noch die dazu Eindruck erweckenden Pokerutensilien fehlen, oder wenn Ihr im Bett mal wieder die Ausrede braucht: “Sorry Darling, das (Poker)Buch ist gerade so spannend“, Ihr aber nichts mehr zum Lesen habt und nun leider doch ran müsst, dann empfehle ich Euch den Gamblers General Store und Spinetti auf der Main Street.


Den Gamblers Store auf jeden Fall für neue und alte Pokerbücher.
http://www.gamblersgeneralstore.com

Und Spinettis für Pokerchips und in erster Linie für günstige Pokersets inklusive Koffer. (Allerdings Achtung: Ihr habt daran auf dem Rückflug schwer zu tragen!)
Spinetti fertigt auch recht günstig personalisierte Chips an. Wenn Ihr zum Beispiel mal all Eure Ex-Freunde/innen in verschiedener Wertigkeit auf den Chips haben möchte, Spinetti macht das gerne.
http://www.spinettisgaming.com/?page=products

Anfahrt mit Buslinie 108 bis Stop Bonneville und dann noch 5 Minuten zu Fuß oder mit dem Auto direkt vor die Tür.
Adresse: 808 South Main Street

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